FSI – Was ist das?

Als Fachschaftsinitiative des Otto-Suhr-Instituts verstehen wir uns als eine basisdemokratische und parteipolitisch unabhängige, linke, studentische Interessenvertretung am OSI.

Wir haben nicht den Anspruch, die Studierendenschaft zu „repräsentieren“. Wir haben auch keinen „Vorsitz“. Vielmehr werden Entscheidungen nach dem Konsensprinzip im Plenum getroffen. Wir sind offen für alle, die Lust haben, an der Uni nicht nur ihre Scheine und Prüfungen abzulegen, sondern die sich auch für das interessieren, was meist hinter den Kulissen ohne uns ausgekungelt wird, für unser Leben und Studium aber sehr bedeutend ist.

Was tun wir genau?

Als Fachschaftsinitiative liegt unser Schwerpunkt auf der Arbeit am Institut. Dabei verfolgen wir zwei verschiedene Ansätze:

Einerseits sind wir in allen Gremien der akademischen und studentischen Selbstverwaltung aktiv, beteiligen uns an den FSI-Listen für die zentralen Gremien der FU, treten zum Studierendenparlament an und unterstützen den derzeitigen AStA. In Instituts- und Fachbereichsrat versuchen wir mit Professor_innen, Wissenschaftlichen Mitarbeiter_innen (WiMis) und Sonstigen Mitarbeiter_innen (SoMis) zusammen zu arbeiten.

Da die derzeitigen Mehrheitsverhältnisse es uns leider nicht ermöglichen, die Uni maßgeblich mitzugestalten, greifen wir auch gerne auf konfrontative Mittel zurück, um unseren Positionen Nachdruck zu verleihen und auf Missstände am Institut aufmerksam zu machen. Dazu zählen zum Beispiel Besetzungen oder Aktions- und Protestwochen. Wir vernetzen uns außerdem in der Fachschaftskoordination (FaKo) mit anderen Fachschaftsinitiativen der FU, um gemeinsame Aktionen zu besprechen. Das ist wichtig, um ein gegenseitiges Ausstechen der Studierenden im Kampf um die immer knapper werdenden Gelder, d.h. Studienplätze, Tutorien, Bibliotheken etc. zu vermeiden

Andererseits erschöpft sich unser Engagement nicht im Kampf um Studienordnungen und Berufungsverfahren. Es geht uns auch darum, kritische Gedanken in den Institutsalltag zu tragen. Dazu organisieren wir Veranstaltungen wie Podiumsdiskussionen, Vorträge oder Workshops. Mit den Einführungstagen und dem (roten!) Ersti-Info-Heft wollen wir Studienanfänger_innen eine alternative Perspektive auf das Studium weitergeben – jenseits von Credit Points, Campus Management und Leistungsdruck.

Wir beteiligen uns auch an der Vorbereitung diverser Partys und machen jeden vierten Montag im Monat im Bandito Rosso einen entspannten Tresenabend.

Wie organisieren wir uns?

Die FSI OSI trifft sich in der Regel wöchentlich zum Plenum, um die jeweils anstehenden Themen, Probleme und Aktionen zu besprechen. Dadurch können wir kontinuierlich politisch arbeiten. Durch unsere Zusammenarbeit in der FaKo sind wir auch mit anderen Instituten gut vernetzt.


Welche Positionen vertreten wir?

Als Fachschaftsini sind wir parteipolitisch unabhängig, aber natürlich nicht unparteiisch. Wir treten für eine emanzipatorische Gesellschaft jenseits von Diskriminierungsverhältnissen und Unterdrückung durch die warenförmige Organisationsstruktur der Gesellschaft ein. Wir gehen nicht von der eigentümlichen Vorstellung aus, dass Universität und Gesellschaft getrennt zu betrachten sind. Die Universität ist für uns ein gesellschaftlicher Teilbereich, der während des Studiums einen Großteil unseres Lebenswelt und deshalb auch unseren Ausgangspunkt für politische Auseinandersetzung und Einflussnahme darstellt. Wenn wir den Anspruch haben, an der Gestaltung unserer Lebensbedingungen mitzuwirken, können wir solche Entscheidungen nicht allein unseren Repräsentant_innen überlassen, sondern müssen uns selbst organisieren, um unsere Meinung zu den verschiedenen universitären und gesellschaftlichen Veränderungen auch dann entschlossen zum Ausdruck zu bringen, wenn uns niemand fragt.