Archiv der Kategorie 'Hochschulpolitik'

Kommt alle zur Diskussion in den Institutsrat am 07.12.16

Hier gehts zu unserem offenen Brief, den wir im Institutsrat vorlesen werden und diskutieren wollen.

Weitere Infos findest du in unserem Post zu den Hintergründen der Überbuchung an der FU & am Fachbereich PolSoz

Offener Brief der FSI*OSI zur Überbuchung am Institut

Hier als .pdf

Der studentische Alltag am OSI sieht zu Beginn des Wintersemesters so aus: Es gibt gnadenlos überfüllte Seminare; Erstsemester, die in PS/MWAs um Plätze betteln müssen; verkürzte Diskussionen, an denen sich letztlich 5 der 80 Seminarteilnehmenden beteiligen können. Das Lehrangebot ist starr und ignoriert studentische Interessen.

Der kapitalistischen Logik folgend müssen auch Universitäten zum Zweck ihrer Finanzierung Output in Form von Absolvent*innen produzieren. Da der Staat auf die Erfüllung des selbstauferlegten Kontingents an Studienplätzen pocht, werden beliebte Studiengänge seit Jahren über die Kapazitätsgrenze hinaus hoffnungslos überbucht. Darunter leidet zwangsläufig eine Lehre, die das Hinterfragen vorherrschender Machtverhältnisse ermöglichen sollte. Das muss ein Ende haben!

Die Erfahrung aus der Lehrplanung verdeutlicht: Studentische Interessen werden kaum gehört. Die Studierendenbefragung vom Sommersemester 2016 bestätigt die kritisierten Missstände: Die Diskussionskultur wird durch Referatszwang und Vorlesungscharakter zerstört, die Betreuung von Bachelorarbeiten findet teilweise nicht statt, der Raum für kritische Diskussionen geht verloren. Eine Universität ist kein Unternehmen, wir Studierende sind keine Kund*innen.

Dem stetigen Anstieg der Studierendenzahlen am OSI wird nicht begegnet, nein, Studierende sind zu bloßen Nummern in Excel-Tabellen degradiert, die möglichst schnell wieder mit einem Abschluss verschwinden sollen. Die Zahlen aus dem letzten Wintersemester belegen: Fast alle Module sind durchschnittlich mit weit mehr als 30 Studierenden pro Seminar überbelegt. Aber auch in diesem Semester sieht es nicht besser aus: Im Masterseminar „Transformationstheorien“ von Prof. Dr. Brigitte Kerchner mit 113 Anmeldungen im Campus Management wurden nun aufgrund der Größe des Seminars Referatsgruppen mit 20 Personen gebildet! Im 74 Anmeldungen zählenden Masterseminar „Aufstieg der Neuen Rechten – Krise der politischen Theorie“ muss Rainer Alisch nun in seiner Freizeit unbezahlt für wahrscheinlich die Hälfte der Seminarteilnehmenden Essays und Hausarbeiten betreuen. Im Bachelor sieht es nicht anders aus: Das Seminar „Rassismus im Kapitalismus“ von Eleonora Roldán Mendívil hat 68 Anmeldungen, ähnlich wie das Seminar „Wie geht emanzipatorisches Denken? Historischer Materialismus vs. Poststrukturalismus“ von Martin Fries mit 70 Anmeldungen.

Die FSI*OSI spricht sich klar gegen Teilnahmebeschränkungen für Seminare oder gar eine weitere Anhebung des NC aus! Dadurch würde die ohnehin immer stärker schrumpfende Freiheit im Studium weiter eingeschränkt. Stattdessen sollte die Ausrichtung der Lehre an studentischen Interessen im Zentrum der Bemühungen stehen:
Wir fordern eine höhere Anzahl der an den Interessen der Studierenden ausgerichteten Seminare. Wir fordern, dass genügend finanzielle Mittel bereitgestellt werden, um den Bedarf an Seminaren zu decken. Wir fordern daher, dass die Vergabe von Lehraufträgen in Zukunft ausschließlich auf der Liste mit Studierendenwünschen basiert und die Ausbildungskommission (ABK) mehr Gehör am OSI findet.

Wir fordern eine gerechtere Bezahlung der Lehrbeauftragten und die Abschaffung der derzeitigen prekären und unwürdigen Beschäftigung von Lehrbeauftragten. Wir fordern langfristig mehr festes Lehrpersonal. Statt der Konkurrenz um Finanzmittel fordern wir die Kooperation zwischen den Fachbereichen. Damit geht einher, dass die Finanzierung von Bildung unabhängig von Absolvent*innenzahlen erfolgen sollte, ja gar nicht an Bedingungen geknüpft sein darf. Wir fordern daher auch eine zunehmende Unabhängigkeit von Drittmitteln. Erst wenn diesen Forderungen nachgegangen wird, ist überhaupt eine sinnvolle Kooperation von Fachbereichen möglich.

Wir fordern eine demokratische, gesellschafts- und herrschaftskritische Universität.
Für eine kritische Lehre am OSI!

30.11.16, Fachschaftsinitiative des Otto-Suhr-Instituts (FSI*OSI)

Alle, die mit uns gegen diese Missstände vorgehen wollen, können mit uns zur nächsten Sitzung des Institutsrats am 07.12.2016 um 09:30 Uhr gehen. Informiert eure Kommiliton*innen, kommt vorbei, diskutiert mit, macht eure Interessen deutlich!

Weitere Infos findest du in unserem Post zu den Hintergründen der Überbuchung an der FU & am Fachbereich PolSoz

* Bericht Institusrat 23.11.16 bzgl VG Wort *

Es sieht so aus, dass die FU sich nun auch endgültig entschieden hätte, dem Vertrag der Kultusministerkonferenz mit der VG Wort, nach dem ab 01.01.2017 die Länder keine Pauschale mehr bezahlen, sondern die Unis 0,8 ct pro Seite pro Studi einzeln abgerechnet bekommen, nicht beizutreten. Da es dann keinen Vertrag gibt, der dann das Urheberrecht regelt, müssen folglich bis zum 1. Januar 2017 alle Texte von Blackboard runter.

Bedenken zum Vertrag gibt es sowohl rechtlicher als auch technischer Natur: Der Vertragstext sei sehr unklar formuliert, es werde nicht klar, wie die Teilnahme und Textabrufung kontrolliert werde und die VG Wort wolle stichprobenhaft Zugang zum BB bekommen, was nicht gern gesehen ist. Technisch ist das System, mit dem die VG Wort die Texte kontrollieren möchte LMS implementiert und für BB noch gar nicht vorhanden. Dies an BB anzupassen dauere wohl auch noch 1-2 Jahre. Außerdem schössen die Personalkosten in die Höhe. Es gab einen Feldversuch in Osnabrück, in dem nur für diese Arbeit 20.000 € mehr für Mitarbeiter*innen ausgegeben wurde.

Die Landesrektor*innen und -präsident*innen Konferenz empfehle allen Universitäten, dem Vertrag nicht beizutreten, auch die HU und die TU wären sicher, nicht beizutreten. Keine Universität in Deutschland sei diesem Vertrag überhaupt bisher beigetreten. Das Ziel: Die VG Wort durch Einnahmenentzug wieder an den Verhandlungstisch zu kriegen und sich hochschulübergreifend zu vernetzen. Die VG Wort erhält bisher alleine in Berlin einen 6stelligen Betrag im Jahr, der würde dann 2017 schlagartig auf 0€ fallen. Das angestrebte Ziel der Unis sei es, neue Pauschal-Vergütungs-Verträge zu schließen, das wäre im Endeffekt eine Gelderumverteilung vom Land zu den Unis und von dort zur VG Wort (statt wie bisher direkt von den Ländern zur VG Wort). Ein weiteres Angebot wäre dann, alle 5 Jahre eine neue Pauschale zu verhandeln und dann jeweils Stichprobenartig zu schauen, wie viele Texte überhaupt verwendet werden und wie die Teilnehmer*innenzahlen sich ändern, um eine angemessene Pauschale zu finden.

Ab dem 01.01.17 gibt es also erstmal keine legale Nutzung mehr über Blackboard, sondern nur über Kopiervorlagen und Semesterapparate und alles, was als E-Ressource online in der Bibliothek verfügbar ist. Dazu gäbe es aber dann eine Handreichung. Die FU sei weiterhin der Rechtsauffassung, dass die bereits für 2016 gezahlte Pauschale das komplette Wintersemester beinhalte und also bis 31.März gehen müsse, die drei Monate liegen also in einer Grauzone. Ganz wichtig ist es, auch nicht mehr genutzte BB Kurse abzustellen, da sonst immer weiter Urheberrechtsgebühren anfallen (fun fact: zurzeit liegen ca. 1,5 Mio. Texte auf BB – Beklagt wurde, dass dadurch Studis gar nicht mehr recherchieren in der Bib lernten, da BB eine Art Parallelbib geworden sei). Das müssen alle Lehrenden für ihre eigenen Kurse zum 01.01.17 machen, um keine rechtlichen Schwierigkeiten zu kriegen.

Wir empfehlen daher eine Sicherungskopie von Texten anzulegen, die in der Zukunft noch gebraucht werden, dann aber nicht mehr über BB verfügbar sein werden.

* Bericht aus dem Institutsrat am 26.10.16 *

Bei der letzten I-Rat Sitzung wurde die Ausschreibung für die W2 Professur Politische Bildung und Politikdidaktik beschlossen. Dabei handelt es sich um die Nachfolge von Peter Massing, der sich im Ruhestand befindet und von Sabine Achour vertreten wird. Der Ausschreibungstext enthält neben den üblichen Formalien die Anforderungen Forschung zu den Themen „Migration und/oder Diversity“ sowie „politische Bildung für Lernende mit Migrationshintergrund“. Diese inhaltlich spannende Ausrichtung der Professur begrüßen wir.

Des Weiteren haben wir dafür argumentiert, dass für eine Professur der politischen Bildung auch eine Auseinandersetzung mit dem Holocaust und der NS-Zeit wichtig sind, im Sinne Adornos „Erziehung nach Ausschwitz“. Zumal keine andere Professur sich dezidiert damit auseinandersetzt und diese Möglichkeit auch bei den Ausschreibungen für die Professuren Politik & Recht sowie politische Soziologie seitens des Instituts vergeben wurden. Die Profs entgegneten mit dem Standartargument, dass dies das Bewerber*innen-Feld zu stark verengen würden. Als Kompromiss wurde sich darauf geeignet die Formulierung „Kenntnisse des Rechtsextremismus, auch in seiner historischen Dimension“ als wünschenswert aufzunehmen. Dies entspricht zwar nicht ganz unserem Vorschlag, kann unseres Erachtens aber im Zweifelsfall helfen, bei gleicher Eignung eine*n coolere*n Kandidat*in vorzuziehen.

Sabine Kropp merkte im Übrigen an, der allgemeine Begriff Extremismus doch ausreichen würde und alles abdecke. Damit stoß sie im Institutsrat jedoch auf keine Zustimmung.

Außerdem haben wir beantragt, dass im nächsten I-Rat über die neuen Regelungen zur Copyright Verwertung für Blackboard gesprochen wird. Interessanterweise waren sich in diesem Punkt ausnahmsweise alle Statusgruppen einig, dass es sich dabei um eine riesige Katastrophe handelt.

Der neue Rahmenvertrag mit der VG Wort wird dazu führen, dass ab 01. Januar 2017 keine urheberrechtlich geschützte Literatur mehr in der bisherigen Form auf BB bereitgestellt werden kann. Bisher wurde eine Pauschale gezahlt, die nun durch einen Betrag pro Seite pro Zugriff ersetzt werden soll. Dies stellt einen enormen bürokratischen Aufwand dar und beschränkt den offenen Zugang zu Wissen, zumal die meisten Werke an Universitäten entstanden sind, die mit öffentlichen Geldern finanziert sind. Mehr Infos dazu findet ihr unter: http://www.urheberrechtsbuendnis.de/pressemitteilung0216.html.de

Zuletzt gab es noch die Mitteilung, dass das Präsidium fordert die Colloquien von Bachelor und Master Studierenden zu trennen. Die Profs sprachen sich dagegen aus, da sie dies nicht für sinnvoll erachten und auch keine Kapazitäten hätten zwei Colloquien zu bespielen. Dies wird das Institut an das Präsidium zurückgeben.

Wir hoffen wir konnten euch einen Eindruck geben, was in zu Semesterbeginn am Institut (hochschul-)politisch los ist. Wenn ihr Nachfragen oder Anmerkungen habt, stellt sie gerne in den Kommentaren.

Eure FSI*OSI

Viertelparität im Institutsrat?

Am 15. Juni erschien dieser Post über eine eingeführte Viertelparität im Institutsrat des OSI auf unser Facebookseite und sorgte vor allem offline für einige Begeisterung, Ärger und etliche Nachfragen. Die Hoffnungen auf eine demokratischere FU mussten wir jedoch leider enttäuschen, da es sich bei dem Beitrag um Satire unsererseits handelte. Die beiden Posts zum nachlesen findet ihr in den Links oder hier direkt.

Post vom 15. Juli ’16

*Beschluss zur Einführung der Viertelparität im Institutsrat des OSI*

Der Institutsrat des Otto-Suhr-Instituts hat sich in seiner letzten Sitzung des Sommersesters bei 8 Ja-Stimmen, 1 Nein-Stimme und 4 Enthaltungen für eine viertelparitätische Zusammensetzung entschieden. Damit schließt sich das OSI dem Beschluss des Erweiterten Akademischen Senates (EAS) der TU Berlin an (https://asta.tu-berlin.de/pre…/return-of-the-viertelparitaet).

Folglich werden in zukünftigen Sitzungen die vier Statusgruppen der Studierenden, der wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen, der sonstigen Mitarbeiter*innen und der Professor*innen gleiches Stimmgewicht bei allen Beschlussfassungen haben. Der Institutsrat des OSI folgt somit einer Forderung, die von Studierenden seit Jahren vertreten wurde und entledigt sich der bisherigen Praxis, bei der Professor*innen mit 7 von 13 Stimmen grundsätzlich in der absoluten Mehrheit waren.

„Nach einer konstruktiven Diskussion hat sich das Otto-Suhr-Institut für eine Viertelparität entschieden und geht somit einen wichtigen Schritt in Richtung demokratischer Selbstverwaltung. Gerade hier am OSI, dem größten politikwissenschaftlichen Institut Deutschlands, können wir den Wert der Demokratie nicht hoch genug halten. Ich sehe das OSI auch als Avantgarde und hoffe sehr, dass andere Institute und nicht zuletzt der Akademische Senat ähnliche Initiativen starten“, so Banja Törzel

„Es kann schließlich nicht sein, dass eine technische Universität mehr Expertise auf unserem Fachgebiet hat. Wir lassen uns von denen doch nicht die Butter vom Brot nehmen!“, entrüstete sich Rhomas Tisse unmittelbar nach der Sitzung.

Erklärungspost vom 28. Juli ’16

Bei vielen ist die Meldung des FSI*Osillon zur angeblichen Einführung der Viertelparität gut angekommen und es hat wohl sogar Wellen bis in die höchsten Reihen der Ränkeschmiede geschlagen. Wir hatten jedoch den Eindruck, dass die Meldung wohl doch nicht so klar als Satire zu erkennen war.

Deshalb hier eine Klarstellung: Es gibt momentan weder eine Viertelparität am OSI noch in irgendeinem anderen Gremium der FU. In sämtlichen Gremien der Hochschule sitzen Profs in der absoluten Mehrheit. Bei geschlossenem Abstimmungsverhalten können sie alle Beschlüsse gegen den Willen der Studierendenschaft und des Mittelbaus durchbringen. Die Freie Universität wird so ihrem Namen gerecht und ist sogar dreifach frei – frei von Mitbestimmung, frei von angemessener Repräsentation, frei von Demokratie.

Es ist eine kleine Sensation was an der TU Berlin gerade passiert (1). Darauf wollten wir mit unserem Post aufmerksam machen und das OSI in Erklärungsnot bringen.

Vor allem zeigt es, dass die absurde Behauptung, eine Viertelparität sei nicht mit der Wissenschaftsfreiheit vereinbar, nicht länger haltbar ist. Studierende und der akademische Mittelbau sind genauso Teil der Wissenschaft und ohne uns würde es an der Uni ganz schön trist aussehen.

Natürlich wird auch eine Viertelparität nichts an dem System von Regelstudienzeit, modularisiertem Studienaufbau und dem Verwertungszwang von Bildung ändern. Es ist aber ein Schritt in die richtige Richtung!

Daran gilt es anzusetzen: Sich wieder als aktiver Teil der Hochschule begreifen statt als Konsument*in von dem, was uns vorgesetzt wird. Eine positive Utopie davon zu entwickeln, wie Studieren aussehen könnte und diese gemeinsam zu erkämpfen.

(1) https://asta.tu-berlin.de/aktuelles/viertelparitaet-2016

Offenes Plenum im Bandito Rosso

* Bericht aus dem Institutsrat am 20.01.16 *

- Die Lehrplanung (also alle Seminare/Vorlesungen) fürs Sommersemester wurde verabschiedet. Ein Problem ist dabei, dass die Anzahl der Lehraufträge (für einzelne Seminare finanzierte externe Dozierende) massiv angestiegen ist und dies nur durch bestimmte Zusatzfinanzierungen gesichert werden konnte – es also ein großes strukturelles Problem zwischen Bedarf an Lehrveranstaltungen (auch durch die besonders vielen Zulassungen) und fest angestelltem Lehrpersonal gibt.
Inhaltlich wurden tatsächlich in nicht wenigen Bereichen auch die konkreten Studierendenwünsche aus der ABK-Veranstaltung Ende letzten Sommers übernommen, es sind also auf den ersten Blick deutlich mehr coole Seminare dabei. Auch Ende dieses Semesters soll dann wieder eine solche Veranstaltung stattfinden!

- Ebenso wurde die ‚kleine‘ Studienreform für eine Studienordnung 2016 (gültig für neue Studis ab Wintersemester 16/17) verabschiedet. Im Mono-Bachelor ändert sich bis auf ein paar Umformulierungen und den Studienverlaufsplan (pol. Theorie vor pol. Systeme und Vergleich gezogen) nichts und die studentischen Tutorien bleiben so vorerst erhalten – größere Umstrukturierungen wird es wohl erst geben, wenn die neuen Professuren alle gekommen sind (Politik und Recht, Gender und Vielfalt, Pol. Soziologie der BRD, Vergleichende PoWi Deutschland-Frankreich).
Im 60 LP-Nebenfach fällt die Pflicht zum BRD-Modul weg, und aus dem reinen ‚BRD‘-Modul wird ein ‚Politische Systeme und Vergleich‘-Modul. Im Grundlagenbereich kann somit dann frei aus Internationale Beziehungen, Politische Theorie und Politische Systeme und Vergleich gewählt werden (2 aus 3). Jetzige Nebenfach-Studis werden auch in diese neue Ordnung wechseln – und so z.B. das BRD-Modul (falls noch nicht belegt) umgehen – können.

- Der Antrag auf Finanzierung des studentisch organisierten Vortrags von Tobias Jaecker wurde bewilligt. Thema der Veranstaltung wird der Zusammenhang von Verschwörungsideologie, Antisemitismus und Antiamerikanismus sein. Stattfinden wird das ganze am Donnerstag, 4. Februar um 18 Uhr.

* Bericht aus dem Institutsrat am 16.12.15 *

- Die inhaltlichen Punkte einer ‚kleinen‘ Studienreform für eine Studienordnung 2016 (gültig ab Wintersemester 16/17) wurden durchgegangen und verabschiedet. Im Mono-Bachelor ändert sich bis auf ein paar Umformulierungen und den Studienverlaufsplan (pol. Theorie vor pol. Systeme und Vergleich gezogen) nichts – größere Umstrukturierungen werden erst für 2017/2018 angepeilt.
Die eigentliche Reform findet nur für das Nebenfach statt, wo in Zukunft die Pflicht zum BRD-Modul wegfällt, und aus dem reinen ‚BRD‘-Modul ein ‚Politische Systeme und Vergleich‘-Modul wird. Im Grundlagenbereich kann somit dann frei aus Internationale Beziehungen, Politische Theorie und Politische Systeme und Vergleich gewählt werden (2 aus 3).
Die Studienordnung muss allerdings noch durch die verschiedenen Verwaltungsinstanzen und den Fachbereichsrat.

- Im nächsten Institutsrat wird es auf Antrag der OSI-Ausbildungskommission (ABK) zu einer Diskussion bezüglich der Überbuchungen am Institut (weitaus mehr Zulassungen als eigentlich vorgesehen) und der damit verbundenen Auswirkungen auf die Lehre (überfüllte Seminare; erhöhter Bedarf an Lehrveranstaltungen, der aus dem Lehrpersonal nicht ausreichend gedeckt werden kann) kommen.

* Bericht aus dem Institutsrat am 18.11.15 *

– Beschlossen wurde zunächst das Auslaufen des Diplomstudiengangs Politikwissenschaft -> dies war in der letzten Sitzung noch durch studentisches Gruppenveto verhindert worden, hatte aber nur aufschiebende Wirkung.

- Allerdings konnte ein Antrag auf letztmalige Diplom-Prüfungstermine am 30.09.2017 abgewehrt werden. Der von studentischer Seite eingebrachte Gegenentwurf mit letztmaligen Prüfungsterminen am 30.09.2020 sowie einer umfassenden Härtefallregelung konnte knapp durchgesetzt werden.

- Eine von Sabine Kropp angeregte ‚kleine‘ BA-Reform, die insbesondere den BRD-Bereich entlasten würde, steht noch zur Debatte. Positiv wäre vor allem für Nebenfächler*innen u.a. das Wegfallen der Pflicht zum BRD-Modul. Studiunfreundliche Punkte ließen sich angesichts des späten Zeitpunkts des Vorschlags zumindest für das nächste WS 16/17 noch relativ einfach verhindern. Ein zaghafter Vorstoß in Richtung erneute Diskussion über die Tutorien im Zuge einer derartigen Klein-Reform konnte so direkt abgewendet werden. Eine umfassende Studiengangs-Reform steht derzeit ohnehin noch nicht zur Debatte (wird aber wohl auch in nicht allzu ferner Zukunft wieder auf die Tagesordnung kommen).

weniger spannend:
– Die OSI-Examensfeier findet fortan nur noch einmal statt zweimal jährlich statt (war aber ohnehin nie gut besucht).

- verschiedene Personen (u.a. Kwesi Aikins, Sybille Reinke de Buitrago, Ulrike Krause, Francois Gemenne) werden zu einer Instituts-Vorlesungsreihe zum Thema Flucht und Migration eingeladen -> die Honorare werden durch Außenamtsmittel finanziert.

Gestaltet eure Lehre mit! 08.07.15