Archiv der Kategorie 'Hochschulpolitik'

Offenes Plenum im Bandito Rosso

* Bericht aus dem Institutsrat am 20.01.16 *

- Die Lehrplanung (also alle Seminare/Vorlesungen) fürs Sommersemester wurde verabschiedet. Ein Problem ist dabei, dass die Anzahl der Lehraufträge (für einzelne Seminare finanzierte externe Dozierende) massiv angestiegen ist und dies nur durch bestimmte Zusatzfinanzierungen gesichert werden konnte – es also ein großes strukturelles Problem zwischen Bedarf an Lehrveranstaltungen (auch durch die besonders vielen Zulassungen) und fest angestelltem Lehrpersonal gibt.
Inhaltlich wurden tatsächlich in nicht wenigen Bereichen auch die konkreten Studierendenwünsche aus der ABK-Veranstaltung Ende letzten Sommers übernommen, es sind also auf den ersten Blick deutlich mehr coole Seminare dabei. Auch Ende dieses Semesters soll dann wieder eine solche Veranstaltung stattfinden!

- Ebenso wurde die ‚kleine‘ Studienreform für eine Studienordnung 2016 (gültig für neue Studis ab Wintersemester 16/17) verabschiedet. Im Mono-Bachelor ändert sich bis auf ein paar Umformulierungen und den Studienverlaufsplan (pol. Theorie vor pol. Systeme und Vergleich gezogen) nichts und die studentischen Tutorien bleiben so vorerst erhalten – größere Umstrukturierungen wird es wohl erst geben, wenn die neuen Professuren alle gekommen sind (Politik und Recht, Gender und Vielfalt, Pol. Soziologie der BRD, Vergleichende PoWi Deutschland-Frankreich).
Im 60 LP-Nebenfach fällt die Pflicht zum BRD-Modul weg, und aus dem reinen ‚BRD‘-Modul wird ein ‚Politische Systeme und Vergleich‘-Modul. Im Grundlagenbereich kann somit dann frei aus Internationale Beziehungen, Politische Theorie und Politische Systeme und Vergleich gewählt werden (2 aus 3). Jetzige Nebenfach-Studis werden auch in diese neue Ordnung wechseln – und so z.B. das BRD-Modul (falls noch nicht belegt) umgehen – können.

- Der Antrag auf Finanzierung des studentisch organisierten Vortrags von Tobias Jaecker wurde bewilligt. Thema der Veranstaltung wird der Zusammenhang von Verschwörungsideologie, Antisemitismus und Antiamerikanismus sein. Stattfinden wird das ganze am Donnerstag, 4. Februar um 18 Uhr.

* Bericht aus dem Institutsrat am 16.12.15 *

- Die inhaltlichen Punkte einer ‚kleinen‘ Studienreform für eine Studienordnung 2016 (gültig ab Wintersemester 16/17) wurden durchgegangen und verabschiedet. Im Mono-Bachelor ändert sich bis auf ein paar Umformulierungen und den Studienverlaufsplan (pol. Theorie vor pol. Systeme und Vergleich gezogen) nichts – größere Umstrukturierungen werden erst für 2017/2018 angepeilt.
Die eigentliche Reform findet nur für das Nebenfach statt, wo in Zukunft die Pflicht zum BRD-Modul wegfällt, und aus dem reinen ‚BRD‘-Modul ein ‚Politische Systeme und Vergleich‘-Modul wird. Im Grundlagenbereich kann somit dann frei aus Internationale Beziehungen, Politische Theorie und Politische Systeme und Vergleich gewählt werden (2 aus 3).
Die Studienordnung muss allerdings noch durch die verschiedenen Verwaltungsinstanzen und den Fachbereichsrat.

- Im nächsten Institutsrat wird es auf Antrag der OSI-Ausbildungskommission (ABK) zu einer Diskussion bezüglich der Überbuchungen am Institut (weitaus mehr Zulassungen als eigentlich vorgesehen) und der damit verbundenen Auswirkungen auf die Lehre (überfüllte Seminare; erhöhter Bedarf an Lehrveranstaltungen, der aus dem Lehrpersonal nicht ausreichend gedeckt werden kann) kommen.

* Bericht aus dem Institutsrat am 18.11.15 *

– Beschlossen wurde zunächst das Auslaufen des Diplomstudiengangs Politikwissenschaft -> dies war in der letzten Sitzung noch durch studentisches Gruppenveto verhindert worden, hatte aber nur aufschiebende Wirkung.

- Allerdings konnte ein Antrag auf letztmalige Diplom-Prüfungstermine am 30.09.2017 abgewehrt werden. Der von studentischer Seite eingebrachte Gegenentwurf mit letztmaligen Prüfungsterminen am 30.09.2020 sowie einer umfassenden Härtefallregelung konnte knapp durchgesetzt werden.

- Eine von Sabine Kropp angeregte ‚kleine‘ BA-Reform, die insbesondere den BRD-Bereich entlasten würde, steht noch zur Debatte. Positiv wäre vor allem für Nebenfächler*innen u.a. das Wegfallen der Pflicht zum BRD-Modul. Studiunfreundliche Punkte ließen sich angesichts des späten Zeitpunkts des Vorschlags zumindest für das nächste WS 16/17 noch relativ einfach verhindern. Ein zaghafter Vorstoß in Richtung erneute Diskussion über die Tutorien im Zuge einer derartigen Klein-Reform konnte so direkt abgewendet werden. Eine umfassende Studiengangs-Reform steht derzeit ohnehin noch nicht zur Debatte (wird aber wohl auch in nicht allzu ferner Zukunft wieder auf die Tagesordnung kommen).

weniger spannend:
– Die OSI-Examensfeier findet fortan nur noch einmal statt zweimal jährlich statt (war aber ohnehin nie gut besucht).

- verschiedene Personen (u.a. Kwesi Aikins, Sybille Reinke de Buitrago, Ulrike Krause, Francois Gemenne) werden zu einer Instituts-Vorlesungsreihe zum Thema Flucht und Migration eingeladen -> die Honorare werden durch Außenamtsmittel finanziert.

Gestaltet eure Lehre mit! 08.07.15

* Bericht aus dem Institutsrat am 17.06.15 *

Gute Nachrichten: Erfolg im Institutsrat

- Nach dem monatelangen Kampf um die Ersti-Tutorien verpflichtet sich das Institut, 20 Tutorien (27.000 €) zu finanzieren! Damit sind die Ersti-Tutorien auch für Nebenfächler*innen gesichert. Problematisch bleibt allerdings, dass 1 Tutor*in mit 1 SHK-Vertrag 2 Tutorien geben muss. Bezahlt wird immerhin endlich nach regulären 41-Monatsstunden-Verträgen.

- Der studentischen Forderung folgend, distanziert sich der Institutsrat in einer Stellungnahme vom Vortrag Andreas Schlüters, seinen Verschwörungstheorien und antisemitischen Aussagen.

- Auf Antrag der FSI*OSI wurde die Denomination für die neue Professur „Vergleichende Politikwissenschaft Schwerpunkt Deutschland / Frankreich“ um die Punkte „Kenntnisse zur deutsch-französischen Geschichte unter Berücksichtigung der Zeit des Nationalsozialismus und der deutsch-französischen Kolonialgeschichte“ sowie „Kompetenzen im Bereich Gender und Vielfalt“ unter „gewünschte Anforderungen“ erweitert.

Offenes Plenum

Liebe*r Komilliton*in,

Bist du an Hochschul- und/oder Berliner Stadtpolitik interessiert? Denkst du, dass das beides sowieso zusammengehört? Schlägt dein Herz links und feministisch? Dann komm doch beim nächsten Treffen der FSI*OSI vorbei:

Donnerstag, 4.6., 18:45 Uhr, Rotes Café
Vorher gibt’s Küfa („Küche für alle“, leckeres veganes Essen gegen Spende). =)

Kurz zu uns:
fsi*osi ist die Abkürzung für „Fachschaftsinitiative Otto-Suhr-Institut“

Wir sind für …
* gesellschafts- und herrschaftskritische Uni
* basisdemokratische Entscheidungen, Beteiligung und Diskussion
* Aktion, Protest und Veto

Wir sind gegen …
* jede Form von Herrschaft: Rassismus, Antisemitismus, Sexismus usw.
* Elite, Exzellenz und Studiengebühren
* Leistungsdruck und Uniformität

Wir machen …
* Tresen: allmonatlicher Barabend mit Vortrag und Diskussion (zB „Heckler & Koch – Illegaler deutscher Waffenhandel und mexikanisches Polizeiversagen“)
* Veranstaltungen: Vorträge und Workshops mit aktuellem Bezug (zB „Kapitalismuskritik und Antisemitismus“), studentischer Institutstag
* Gremien und Arbeitskreise: aktive Mitarbeit in I-Rat, FBR, StuPa, Berufungskommissionen (zB Professuren „Gender und Vielfalt“, „Politik und Recht“)

Wir wollen dich und deine Themen kennenlernen!
Deine fsi*osi

Hearings für die „Gender und Vielfalt“ Professur

In der kommenden Woche finden am Dienstag und Donnerstag die Hearings zur Neubesetzung der Professur für Gender und Vielfalt statt. Hearings sind
Vorstellungsgespräche zwischen der Uni, die einen freien Lehrstuhl neu besetzen will, und Bewerber_innen, die auf diesen freien Lehrstuhl berufen
werden wollen.

Als Studierende habt Ihr die Möglichkeit und das Recht, an der Berufung mitzuwirken. Ihr könnt mitentscheiden, wer in den nächsten Jahren am OSI
lehrt und forscht, Vorlesungen hält, Seminare anbietet und Eure Haus- und Abschlussarbeiten betreut.

Am kommenden Donnerstag und Freitag wird jede_r der sechs Bewerber_innen auf die Professur für Gender und Vielfalt eine 20-minütige Lehrprobe für Euch geben. Während dieser Lehrprobe könnt Ihr Fragen zu Themen stellen, die Euch interessieren und die ein_e Professor_in für Gender und Vielfalt Eures Erachtens nach beherrschen sollte. Nach der Lehrprobe könnte Ihr dann beurteilen, ob und inwieweit Ihr die einzelnen Kandidat_innen für befähigt haltet, interessante und anregende Lehrveranstaltungen anzubieten und Eure wissenschaftlichen Vorhaben sachkundig und hilfreich zu
begleiten. Mit Eurem Urteil entscheidet Ihr darüber mit, wer der_die nächste Professor_in für Gender und Vielfalt am OSI wird.

Neben dieser Lehrprobe hält jede_r Kandidat_in einen Fachvortrag und wird von den Mitgliedern der Berufungskommission zur Motivation und den
Umständen seiner Bewerbung, seiner besonderen Eignung etc. befragt. Die vielversprechenden Vortragsthemen findet Ihr weiter unten zusammen mit den Namen der Bewerber_innen und dem Ort und Zeitpunkt der Hearings.

Es würde mich sehr freuen, viele von Euch am 10. und 12. Februar 2015 zu sehen und als studentisches Mitglied der Berufungskommission Eure
Einschätzungen der einzelnen Bewerber_innen zu hören.

Alles Liebe,
Liza Pflaum, studentisches Mitglied der Berufungskommission „Gender und Vielfalt“ für die FSI*OSI

„Öffentliche Hearings im Rahmen des Berufungsverfahrens Universitätsprofessur für Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Gender
und Vielfalt“

Wann: Dienstag, 10. Februar und Donnerstag, 12. Februar 2015
Wo: Henry-Ford-Bau, Garystr. 35, Konferenzraum III, 2.OG

_10. Februar_

9.00 Uhr Susanne Lettow
„Geschlecht und Vielfalt in der globalen Bioökonomie. Herausforderungen
für die politische Theorie“

11.00 Uhr Sabine Beckmann
„Analysen des sozialen Wandels aus intersektionaler Perspektive“

13.00 – 13.30 Uhr Pause

13.30 Uhr Gülay Caglar (Konferenzraum I)

„Gender Matters: Geschlecht als Kategorie zur Analyse der
Geschlechterpolitik in internationalen
Organisationen“

_12. Februar_

09.30 Uhr Tina Spies
„Transnationale Perspektiven in der Genderforschung“

11.30 Uhr Nikita Dhawan
“What Difference does Difference Make? Gender, Diversity and Transnational
Politics”

13.30 – 14.00 Uhr Pause

14.00 Uhr Kyoko Shinozaki
“An intersectional perspective on social inequalities and diversity:
migrant citizenship in gendered
transnational mobilities”

Erstsemester-Tutorien erhalten – Kommt in den Insitutsrat am 04.02

Am Mittwoch, den 04.02.2015, wird im Institutsrat (I-Rat) des Otto-Suhr-Instituts ab 09:30 Uhr(in der Ihnestr 21, Hörsaal b) über den Erhalt der Erstsemester-Tutorien entschieden!

Wir laden daher dazu ein, sich an der Debatte im I-Rat zu beteiligen und für den Erhalt der Erstsemester-Tutorien zu streiten!

Die Erst-Tutorien bieten Studierenden die Möglichkeit eine eigene bezahlte Lehrveranstaltung anzubieten und sind für die Erstis eine gute Anlaufstelle für viele Fragen die sich am Beginn des Studiums stellen.

Nachdem in den letzten Jahren die Bezahlung für die Tutor_innen immer miserabel war, hat sich der studentische Personal-Rat im Jahr 2014 für ordentlich bezahlte Tutorien ausgesprochen.
Nach zähen Verhandlungen konnte ein Kompromiss mit der Institutsleitung erkämpft werden und die Tutorien wurden erstmalig mit 300 Euro pro Monat vergütet.
Dieses Ergebnis führte zu einer Mehrbelastung des OSI-Haushaltes und die Profs um Thomas Risse haben daraufhin das Ende der Erst-Tutorien aufgrund der Mehrkosten gefordert.

Das ist eine Frechheit! Eine ordentliche Bezahlung der Tutor_innen ist gerechtfertigt und darf nicht zur Streichung der Ersti-Tutorien führen. Das wäre das Ende für die letzten studentischen Lehrveranstaltungen am OSI.

Deshalb am Mittwoch um 09:30Uhr in den I-Rat und gemeinsam das Ende der Erst-Tutorien verhindern!

Nachbereitung des Institutstages

Wie bei der Podiumsdiskussion angekündigt lädt die FSI*OSI alle Interessierten zur Nachbereitung des Institutstages ein. Wir wollen gemeinsam mit euch diskutieren und überlegen, wie die Vielfalt der Lehre am OSI gerettet werden kann und welche Möglichkeiten uns hierzu offenstehen.

Dienstag, 3.2.2015 / Ihnestr. 21 / Hörsaal E / 18:00 Uhr

Wir freuen uns auf euch!