Archiv der Kategorie 'Gremienarbeit'

* Bericht aus dem Institutsrat am 18.11.15 *

– Beschlossen wurde zunächst das Auslaufen des Diplomstudiengangs Politikwissenschaft -> dies war in der letzten Sitzung noch durch studentisches Gruppenveto verhindert worden, hatte aber nur aufschiebende Wirkung.

- Allerdings konnte ein Antrag auf letztmalige Diplom-Prüfungstermine am 30.09.2017 abgewehrt werden. Der von studentischer Seite eingebrachte Gegenentwurf mit letztmaligen Prüfungsterminen am 30.09.2020 sowie einer umfassenden Härtefallregelung konnte knapp durchgesetzt werden.

- Eine von Sabine Kropp angeregte ‚kleine‘ BA-Reform, die insbesondere den BRD-Bereich entlasten würde, steht noch zur Debatte. Positiv wäre vor allem für Nebenfächler*innen u.a. das Wegfallen der Pflicht zum BRD-Modul. Studiunfreundliche Punkte ließen sich angesichts des späten Zeitpunkts des Vorschlags zumindest für das nächste WS 16/17 noch relativ einfach verhindern. Ein zaghafter Vorstoß in Richtung erneute Diskussion über die Tutorien im Zuge einer derartigen Klein-Reform konnte so direkt abgewendet werden. Eine umfassende Studiengangs-Reform steht derzeit ohnehin noch nicht zur Debatte (wird aber wohl auch in nicht allzu ferner Zukunft wieder auf die Tagesordnung kommen).

weniger spannend:
– Die OSI-Examensfeier findet fortan nur noch einmal statt zweimal jährlich statt (war aber ohnehin nie gut besucht).

- verschiedene Personen (u.a. Kwesi Aikins, Sybille Reinke de Buitrago, Ulrike Krause, Francois Gemenne) werden zu einer Instituts-Vorlesungsreihe zum Thema Flucht und Migration eingeladen -> die Honorare werden durch Außenamtsmittel finanziert.

Institutsrat distanziert sich von Andreas Schlüter

Das OSI bzw. der OSI-Institutsrat distanziert sich endlich – und nur auf studentischen Druck hin – von den verschwörungsideologischen Äußerungen Andreas Schlüters und problematisiert ihre Nähe zu antisemitischen Diskursen:


Distanzierung

Die Stellungnahme von uns zu dem Vortrag von Andreas Schlüter findet ihr hier.

* Bericht aus dem Institutsrat am 17.06.15 *

Gute Nachrichten: Erfolg im Institutsrat

- Nach dem monatelangen Kampf um die Ersti-Tutorien verpflichtet sich das Institut, 20 Tutorien (27.000 €) zu finanzieren! Damit sind die Ersti-Tutorien auch für Nebenfächler*innen gesichert. Problematisch bleibt allerdings, dass 1 Tutor*in mit 1 SHK-Vertrag 2 Tutorien geben muss. Bezahlt wird immerhin endlich nach regulären 41-Monatsstunden-Verträgen.

- Der studentischen Forderung folgend, distanziert sich der Institutsrat in einer Stellungnahme vom Vortrag Andreas Schlüters, seinen Verschwörungstheorien und antisemitischen Aussagen.

- Auf Antrag der FSI*OSI wurde die Denomination für die neue Professur „Vergleichende Politikwissenschaft Schwerpunkt Deutschland / Frankreich“ um die Punkte „Kenntnisse zur deutsch-französischen Geschichte unter Berücksichtigung der Zeit des Nationalsozialismus und der deutsch-französischen Kolonialgeschichte“ sowie „Kompetenzen im Bereich Gender und Vielfalt“ unter „gewünschte Anforderungen“ erweitert.

Erstsemester-Tutorien erhalten – Kommt in den Insitutsrat am 04.02

Am Mittwoch, den 04.02.2015, wird im Institutsrat (I-Rat) des Otto-Suhr-Instituts ab 09:30 Uhr(in der Ihnestr 21, Hörsaal b) über den Erhalt der Erstsemester-Tutorien entschieden!

Wir laden daher dazu ein, sich an der Debatte im I-Rat zu beteiligen und für den Erhalt der Erstsemester-Tutorien zu streiten!

Die Erst-Tutorien bieten Studierenden die Möglichkeit eine eigene bezahlte Lehrveranstaltung anzubieten und sind für die Erstis eine gute Anlaufstelle für viele Fragen die sich am Beginn des Studiums stellen.

Nachdem in den letzten Jahren die Bezahlung für die Tutor_innen immer miserabel war, hat sich der studentische Personal-Rat im Jahr 2014 für ordentlich bezahlte Tutorien ausgesprochen.
Nach zähen Verhandlungen konnte ein Kompromiss mit der Institutsleitung erkämpft werden und die Tutorien wurden erstmalig mit 300 Euro pro Monat vergütet.
Dieses Ergebnis führte zu einer Mehrbelastung des OSI-Haushaltes und die Profs um Thomas Risse haben daraufhin das Ende der Erst-Tutorien aufgrund der Mehrkosten gefordert.

Das ist eine Frechheit! Eine ordentliche Bezahlung der Tutor_innen ist gerechtfertigt und darf nicht zur Streichung der Ersti-Tutorien führen. Das wäre das Ende für die letzten studentischen Lehrveranstaltungen am OSI.

Deshalb am Mittwoch um 09:30Uhr in den I-Rat und gemeinsam das Ende der Erst-Tutorien verhindern!

Bericht vom Institutsrat am 2.7.2014

Als erstes wurde am Mittwoch im Institutsrat die Studienordnung eines neu eingeführten 30-LP-Moduls Politikwissenschaft für die Studierenden des JFKs beschlossen.

Nächster Tagesordnungspunkt war die Beratung und Abstimmung einer Beschlussvorlage der Ausbildungskommission (ABK) mit Umsetzungsvorschlägen zur Verbesserung der Studienbedingungen im MA-Politikwissenschaft. Angestoßen worden war die Beratung über Möglichkeiten der Verbesserung der Studienbedingungen bereits im letzten Semester von einer Gruppe von Masterstudierenden, die in einem ausführlichen Brief an den Institutsrat Missstände angeprangert hatten, die zum Teil mit der neuen Masterstudienordnung verbunden sind, zum Teil aber auch alle Studierenden des OSIs betreffen. Als konkrete Verbesserungsvorschläge hatte die Ausbildungskommission (ABK) drei Punkte formuliert:
1. Ko-Ankündigungen: Zur Erhöhung der Wahlfreiheit der Studierenden empfahl die ABK Ko-Ankündigungen im gesamten Lehrangebot des OSIs. Ko-Ankündigungen bedeuten die mehrfache Zuordnung von Lehrveranstaltungen zu verschiedenen Modulen. Der Institutsrat einigte sich darauf, dass die ABK im Zuge der Lehrplanung Vorschläge für inhaltlich sinnvolle Ko-Ankündigungen machen soll und die Lehrenden gebeten werden, ebenfalls ihrerseits Vorschläge für Ko-Ankündigungen ihrer Lehrveranstaltungen zu machen. Die Ko-Ankündigungen werden dann vom Institutsrat beschlossen. Dabei wird die Modularisierung generell beibehalten, Ko-Ankündigungen aber dort vorgenommen, wo es inhaltlich sinnvoll ist. Diese Praxis sollte schon ab dem kommenden Wintersemester umgesetzt werden.
2. Spezialisierungsmodule: Da es bisher in der neuen Masterstudienordnung keine Spezialisierungsmöglichkeiten gab, empfahl die ABK die Einrichtung von Spezialisierungsmodulen im Master durch eine Änderungsordnung, oder eine neue Auslegung der bisherigen Ordnung, die beim vierten Wahlpflichtmodul die Belegung eines Moduls erlaubt, das bereits belegt wurde. Der Institutsrat einigte sich auf letztere Variante.
3. BA/MA-Trennung: Hier empfahl die ABK den in der Rahmenstudien- und Prüfungsordnung (RSPO) in §4 Abs. 2 ermöglichten Rahmen des übergreifenden Wählens von 15 LP zu nutzen, so dass MA-Studierende künftig bis zu drei BA-Hauptseminare und BA-Studierende bis zu drei MA-Seminare besuchen dürfen.
Dieser Punkt wurde länger und kontroverser diskutiert. Besonders Prof. Dr. Thomas Risse sprach sich scharf gegen das übergreifende Wählen aus und betonte, dass ein Bachelor- ein Bachelorstudiengang und ein Master- ein Masterstudiengang bleiben müsse. Von Seiten der Studierenden wurde auf die hier implizierten Annahmen von Wissenshierarchien zwischen Bachelor- und Masterstudis, sowie unterschiedlicher Qualifikationsziele der Studiengänge zahlreich reagiert. So wurde argumentiert, dass die Bewerbungsbedingung für den Master lediglich das Vorweisen von 60 LP in Politikwissenschaft sei, während Bachelorstudis im Hauptstudium bereits bis zu 120 LP absolviert hätten. Außerdem sei in den Seminaren keine Veränderung der didaktischen Methoden seit Einführung der strikten BA/MA-Trennung merkbar gewesen. Hierauf wurde allerdings entgegnet, dass dann eben an der didaktischen Umsetzung der Trennung gearbeitet werden müsse.
Des Weiteren wurde diskutiert, ob das übergreifende Wählen zu einer gleichmäßigeren oder ungleichmäßigeren Verteilung über die Seminare führen würde und ob das übergreifende Wählen in der RSPO eher als Ausnahme gedacht ist, oder nicht sogar rechtlicher Spielraum für übergreifendes Wählen in einem noch höheren Umfang als 15 LP in „begründeten Ausnahmefällen“ besteht. Letzteres erscheint uns die weitaus plausiblere Auslegung der RSPO.
Ein weiterer strittiger Punkt war die technische Umsetzung des übergreifenden Wählens. Frau Herforth und Frau Köhn aus dem Studien- und Prüfungsbüro äußerten hier Bedenken darüber, ob die Regelung über Campus Management umsetzbar sei. Auf den Vorschlag, das übergreifende Wählen, wie in der ABK-Vorlage vorgesehen, auf Grundlage von Papierscheinen durchzuführen, wurde ebenfalls ablehnend reagiert und auf den erhöhten Aufwand im Prüfungsausschuss durch zusätzliche Anträge auf Anerkennung von Lehrveranstaltungen verwiesen. Obwohl die genaue Umsetzung in der Tat noch geklärt werden muss, schien uns eine Argumentation mit technischem Aufwand recht unverhältnismäßig im Vergleich zu den inhaltlichen Vorteilen des übergreifenden Wählens.
Schließlich wurde sich darauf geeinigt, dass die ABK sich zunächst weiter mit dem Studien- und Prüfungsbüro über Möglichkeiten der technischen Umsetzung des übergreifenden Wählens verständigen soll. Es bleibt also abzuwarten, ob und inwieweit das übergreifende Wählen von BA- und MA- Veranstaltungen in Zukunft möglich gemacht werden kann.

Unter dem darauffolgenden Tagesordnungspunkt wurde ein Folgeantrag zur Förderung der Veranstaltung zu feministisch-materialistischer Staatstheorie vom 13.6. besprochen. Es wurde beschlossen, die durch den ersten Antrag auf Mittel zur Finanzierung studentischer Projekte noch nicht abgedeckten Kosten durch am Fachbereich zur Verfügung stehende Mittel zur Finanzierung von Gasttätigkeiten externer Dozierender zu decken.

Des Weiteren wurde ein erster Entwurf zur Ausschreibung einer W3-Professur als vorgezogene Nachfolge von Prof. Dr. Oskar Niedermayer im Bereich „Politische Soziologie“ diskutiert. Da die Professur nicht nur Lehre im Bereich „Politische Soziologie“ (BA), sondern auch in den Bereichen „Politisches System der BRD“ (BA) und „Politische Systeme“ abdecken soll, heißt der Titel der Ausschreibung bisher „Politische Soziologie der BRD“. Als Forschungsschwerpunkt sind in dem Entwurf die deutschen Parteien und das deutsche Parteiensystem genannt.
Eine Kritik an diesem verengten Forschungsschwerpunkt, der wir stark zustimmen, wurde zunächst von den WiMis geäußert. Zu dessen Erweiterung schlugen sie Spiegelstriche wie „Forschung zu Gewerkschaften und sozialen Bewegungen“, „politische Einstellungsforschung“ und „Migrationsforschung“ vor. Prof. Dr. Oskar Niedermayer selbst war dagegen der Meinung, eine solche Ausschreibung sei zu breit und könne nicht bedient werden. Unsere Kritik richtete sich außerdem auf den Titel der Ausschreibung, in dem bisher „BRD“ steht. Diese starke zeitliche Eingrenzung wird unserer Meinung weder den sozialen Bedingungen noch der Historizität des deutschen Parteiensystems gerecht. Abgesehen davon akzeptieren wir natürlich auch die Einschränkung auf Parteienforschung nicht. Es stand jedoch an diesem Mittwoch zunächst keine Beschlussfassung an.

Es wurde außerdem ein Antrag des Prüfungsbüros und der Lehrplanung beschlossen, die regulären Colloquien zur Deckung des notwendigen Bedarfs im Modul Wissenschaftspraxis der auslaufenden Masterstudienordnung (257a) sowie in der Diplomstudienordnung von 2007 (021c) anzubieten.

Ferner wurden die von der Qualitätssicherung erhobenen Zahlen zur Überprüfung fachbereichsinterner Belegung fachfremder Module zur Kenntnis genommen. Hintergrund ist, dass das Institut für Publizistik offenbar Kontingentvereinbarungen einführen möchte, um die Zahl der OSI-Studis zu begrenzen, die dort Kurse belegen. Deshalb wurden nun auch am OSI zahlen erhoben, um zeigen zu können, dass auch viele Publizist*innen am OSI studieren. Wir halten sowohl diese Erhebung als auch Kontingentvereinbarungen insgesamt für problematisch, wenn es darum geht Plätze in Veranstaltungen für externe Studis und damit auch die Wahlfreiheit zu beschränken.

Schließlich brachten wir noch einen Tagesordnungspunkt zum Thema Lehrplanung ein. In der letzten Sitzung hatte sich Prof. Dr. Sven Chojnacki bereiterklärt, notfalls einen externen Lehrauftrag durch Gelder seiner Arbeitsstelle zu finanzieren, damit im Gender-Modul der auslaufenden Masterstudienordnung im kommenden Wintersemester wenigstens ein Gender-Seminar sicher angeboten wird. Für Studierende dieser Studienordnung stellt sich jedoch weiterhin das Problem, dass sie ihr Studium im kommenden Wintersemester nicht abschließen können, falls sie das Gendermodul absolvieren wollen und dafür noch beide im Modul vorgesehenen Seminare brauchen. Uns wurde entgegnet, dass es für solche Anliegen in Bezug auf das Lehrangebot des kommenden Semesters nun zu spät sei und wir uns damit an andere Gremien richten sollten.

Fachbereichsrat 16.04.2014

Das Ende naht…
Letztmalige Prüfungstermine für Diplom- und Magisterstudiengänge

Vergangenen Mittwoch hat sich der Fachbereichsrat (FBR) zu seiner ersten Sitzung im neuen Semester getroffen. Neben größtenteils unkontroversen Themen ging es dabei vor allem um die Festlegung der letztmaligen Prüfungstermine für die Diplom- und Magisterstudiengänge, welche auf Grund von Bologna ein Auslaufmodell darstellen.

Der Fachbereich PolSoz ließ dabei mal wieder auf sich warten und hat als einziger FB der FU das Ende für die alten Studienmodelle noch nicht beschlossen. Im letzten Semester einigte man sich nach intensiven Diskussionen darauf zunächst die Ausbildungskommission des Fachbereichs (FB-ABK) mit der Ausarbeitung eines Vorschlags zu beauftragen.
Dieser sah letztmalige Prüfungstermine im Jahr 2018 vor, sowie eine erweiterte Härtefallregelung um auf die verschiedenen Lebensumstände der Student_innen einzugehen. Allerdings wurde dem Papier der FB-ABK relativ wenig Beachtung geschenkt. Es wurde in allen Punkten sowohl in Hinsicht auf formal-juristische als auch inhaltliche Belange kritisiert. Zum Ende wurde zudem die Legitimation seines Entstehungsprozesses in Frage gestellt.
Von professoraler Seite wurde sich stattdessen für eine frühere Festlegung der Termine ausgesprochen. Angeblich wäre dies im Sinne der Studierenden um ihr Studium frühstmöglich zu beenden. Zudem wurde auf den bestehenden Verwaltungsaufwand hingewiesen. Damit werden die rund 65 betroffenen Studierenden lediglich ein weiterer Kostenpunkt im FB-Räderwerk, der eingespart werden soll. Die Möglichkeit ihr Studium nach ihren eigenen Vorstellungen zu Beenden wird ihnen damit genommen.
Nach einer zähen Diskussion stimmte letztendlich die Mehrheit für die Festlegung der Prüfungstermine auf den 30.09.2016. Zudem wurde im Bezug auf die Härtefallregelung lediglich der vorgefertigte Baustein vom Präsidium übernommen. Somit kann die Frist um maximal zwei Semester nach hinten verschoben werden bei nachgewiesener schwerer Krankheit, Schwerbehinderung, unvorhergesehener persönlicher Belastung, Kinderbetreuung, sowie Pflege pflegebedürftiger naher Angehöriger.
Da dieser Beschluss für die studentischen Vertreter im Fachbereichsrat untragbar war, haben wir unser Veto eingelegt. Dadurch werden die letztmaligen Prüfungstermine im nächsten Fachbereichsrat noch einmal auf die Tagesordnung kommen. Es ist allerdings nicht unbedingt zu erwarten, dass die Profs den Anliegen der Studierenden doch noch Gehör schenken und ihnen entgegenkommen werden.

Die weiteren Entscheidungen im FBR waren nicht so kontrovers. Es wurde eine Kommission für den Bachelorstudiengang Medieninformatik eingerichtet, welcher gemeinsam mit der TU organisiert wird.
Zudem wurde der Haushalt für das Jahr 2014 vorgestellt. Auf Grund des kaum vorhandenen Spielraums bei der Vergabe von Geldern gab aus dabei relativ wenig Diskussionen. Lediglich die Pflichtabgabe an die Zedat für technische Unterstützung in Höhe von 25.000€ sorgte für einige Erregung. Zudem kündigte Frau Börzel an, noch einmal über die rotierende Genderprofessur diskutieren zu wollen, welche der Fachbereich aus den Frauenfördermitteln in den nächsten Semestern finanzieren wollte. Aus Sicht von Frau Börzel wäre diese nicht mehr notwendig, da dass OSI zukünftig seine eigene Genderprofessur haben werde.

Mehr Beschlüsse wurden nicht gefasst. Die Bibliothek informierte lediglich noch über den Weggang einer Mitarbeiterin und die teilweise Auslagerung von Beständen, insbesondere der Lehrbuchsammlung und der Mikrofilmsammlung von Zeitungen. Außerdem wurde eine Bestandsüberprüfung vorgenommen, wobei auffiel, dass vor allem sozialwissenschaftliche Klassiker sowie aktuelle Literatur aus diesem Bereich ab und an „verloren geht“ und nun wiederbeschafft werden soll. Des Weiteren überlege das Präsidium den Universitätsverlag wieder zu beleben.
Zudem verkündete das Dekanat, dass die W1-Professur Nordamerikastudien besetzt wurde und die Diskussion über die Methodenausbildung am Fachbereich weiter vertieft, sowie ein strukturiertes Promotionsprogramm auf die Beine gestellt werden soll.

Im Großen und Ganzen also ein relativ ruhiger Start in das neue Semester. Es bleibt allerdings abzuwarten, wie lange diese Ruhe anhält.

Institutsrat vom 6.2.2014: Ausschreibung der Genderprofessur steht!

Nachdem im letzten Fachbereichsrat über die Geschäftsordnung der neuen institutsübergreifenden Ausbildungskommission (ABK) abgestimmt worden war, wurden in diesem IR die Mitglieder benannt. Obwohl die genauen Kompetenzen dieses scheinbar wohl eher beratenden Gremiums, in dem es ausnahmsweise eine studentische Mehrheit gibt, noch nicht allen so recht klar waren, sollte dies nicht weiter diskutiert werde, da der IR dafür nicht der richtige Ort sei. Benannt wurde Klaus Roth als professorales Mitglied (das nicht anwesend war und sich somit auch nicht wehren konnte), sowie Tabea Glindemann, Ole Fechner und Yannik Simstich als studentische Mitglieder.

Zu einer angeregten Diskussion führte stattdessen der nächste Tagesordnungspunkt, welcher in der Vorstellung eines neuen Konzepts der Qualitätssicherung zur „Studienverlaufsberatung“ am Fachbereich PolSoz und den Zentralinstituten, präsentiert von Frau Regulin, bestand. Die Studienverlaufsberatung soll das bisherige Beratungsangebot ergänzen und die durch den Wegfall der bisherigen sogenannten „Langzeitberatung“ (oder besser: „Zwangsberatung“) bedingte Lücke füllen. Für letztere gibt es in der RSPO von 2013 keine rechtliche Grundlage mehr.
Klar ist also, dass es hier um die Entwicklung eines Instruments geht, das Studierende dazu bringen soll, ihren Abschluss in möglichst kurzer Zeit zu machen. Allerdings soll das neue Beratungsformat freiwillig sein und besteht unter anderem in von Student*innen für Student*innen organisierten Orientierungstagen für höhere Fachsemester. Die Organisator*innen sollen hierfür Werkverträge erhalten. Ebenfalls von Studierenden soll ein Mentoring für Studierende angeboten werden, die im Begriff sind ihre Bachelorarbeit zu schreiben. Bei Problemen, die durch die ersten beiden Bausteine nicht gelöst werden können, kann schließlich die „erweiterte Studienverlaufsberatung“, die hauptsächlich von hauptamtlichen Professor*innen durchgeführt wird, in Anspruch genommen werden. Besonders Prof. Susanne Lütz und Prof. Thomas Risse vertraten hier den Standpunkt, es sollte zusätzlich zu dem breiten bestehenden Beratungsangebot kein Neues hinzukommen, solange nicht geklärt sei, warum das bisherige Angebot nicht angenommen und genutzt würde.
Frau Regulin gab hier zu bedenken, dass es keine Informationsmöglichkeit darüber gebe, warum bisherige Beratungsangebote nicht gut angenommen werden.
Studiendekan Ingo Peters dagegen gab zu bedenken, dass das neue Konzept nicht zwangsläufig einen zusätzlichen Arbeitsaufwand für die professorale Beratung bedeute, sondern auch Filtersystem für Anliegen gesehen werden könne, die nicht unbedingt der professoralen Beratung bedürfen.
Prof. Ladwig fand, die Masterstudierenden, die für die Organisation dieses Angebots in Frage kämen, hätten wohl besseres zu tun.
Schließlich wurde festgehalten, dass aus einem überarbeitetem Konzept noch besser hervorgehen müsse, inwiefern das neue Angebot komplementär zu den bestehenden Angeboten sei und diese ergänze, entlaste und verbessere.

Spannend wurde es beim nächsten Tagesordnungspunkt, der in der Diskussion um Ausschreibungstext und Berufungskommission zur „W2-Professur für Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Gender und Vielfalt“ bestand. Nachdem die Denomination der Preuss-Nachfolge im Sommer noch umkämpft und nicht klar war , ob es „Gender“ überhaupt in den Titel schaffen würde, diskutieren wir nun also immerhin über die Eckpunkte einer Genderprofessur. Doch allein der Titel „Gender und Vielfalt“ gewährleistet natürlich nicht, dass die Professur an eine Person geht, die reflektierte, kritische Forschung und Lehre zu Geschlechterverhältnissen macht. So wie wir Studierende das fordern.
Prof. Tanja Börzel leitete die Diskussion mit dem Hinweis ein, sie wünsche sich eine möglichst breite Ausschreibung, die eine Öffnung zu den Sozialwissenschaften und das Angebot von Methodenforschung für den Fachbereich ermögliche. Dies sei notwendig, damit die Ausschreibung im Fachbereichsrat nicht abgelehnt werde, da die anderen Institute neidisch auf die vielen neuen Professuren am OSI seien.
Wer sich den Ausschreibungstext genau anguckt, wird merken, dass diese Argumentation möglicherweise genutzt wurde, um besonders die empirischen Aspekte der Geschlechterforschung in der Ausschreibung stark zu machen. Während es schon im ersten Spiegelstrich „Schwerpunkt in Forschung und Lehre im Bereich der Theorie und Empirie der Geschlechterverhältnisse“ heißt, gibt es noch einen weiteren Spiegelstrich mit der Formulierung „Kompetenzen in Methoden der empirischen Sozialforschung“. Obwohl unsere Forderung, in diesem Spiegelstrich insbesondere auf die qualitativen Methoden der Sozialwissenschaft einzugehen, von den WiMis geteilt wurde, stimmte die Mehrheit gegen diesen Vorschlag. Unser Kompromissvorschlag einer Ausformulierung in „qualitative UND quantitative Methoden“ wurde von Prof. Sven Chojnacki für „lächerlich“ erklärt, da empirische Sozialforschung beides beinhalte. Die WiMis störten sich außerdem genau wie wir daran, dass in der ursprünglichen Ausschreibung zwar „Kenntnisse innovativer, feministischer Ansätze“ gefordert werden, jedoch nicht weiter auf den Begriff „Vielfalt“ eingegangen wird. Prof. Bernd Ladwig unterbreitete daraufhin den Vorschlag, in einem weiteren Spiegelstrich „Kenntnisse innovativer Ansätze zu Vielfalt (z.B. Intersektionalität, Multicultural Citizenship, Postcolonial Theory)“ unterzubringen. Diesem Vorschlag schlossen wir uns unter der Bedingung an, auch „Queer Theory“ in die Aufzählung aufzunehmen. Für diesen Vorschlag, inklusive des Zusatzes „Queer Theory“ gab es eine breite Mehrheit. Schließlich wurde der Ausschreibungstext als Ganzes abgestimmt und angenommen. Dabei war unsere Zustimmung vielleicht nicht vollständig unproblematisch, da eine zentrale Forderung, die qualitativen Methoden in der Ausschreibung stärker hervorzuheben, nicht erfüllt wurde. Andererseits sind wir unserem Anliegen, einer Professur, die sich in Forschung und Lehre kritisch mit der Verschränkung verschiedener Herrschaftsverhältnisse auseinandersetzt, auch ein Stück näher gekommen. Es bleibt nun noch abzuwarten, ob die Ausschreibung in ihrer jetzigen Form den Mitgliedern der Berufungskommission eine ausreichende Argumentationsgrundlage dazu bietet, dies durchzusetzen.

Des Weiteren stimmte der Institutsrat mit Mehrheit dafür, endgültig die Diplomstudiengänge abzuschaffen. Wir legten dagegen unser studentisches Gruppenveto ein, das leider nur aufschiebende Wirkung hat. Sobald die Diplomstudiengänge offiziell abgeschafft sind, können für Studierende, die noch in diesen Studienordnungen eingeschrieben sind, letztmalige Prüfungstermine festgelegt werden, so dass sie gezwungen sind ihr Studium zu beenden. Dies halten wir für eine sehr unangebrachte Zwangsmaßnahme. Dieser Tagesordnungspunkt wird im nächsten Institutsrat wieder auf der Tagesordnung stehen.

Schließlich wurde noch der von Tanja Börzel eingereichte Antrag auf Aufnahme eines zusätzlichen Colloquiums von Prof. Bolle in das Lehrangebot des SoSe 2014 abgelehnt.

Institutsrat vom 15.1.: Alles oder nichts!

Ursprünglich war diese Sitzung eigens zur Verabschiedung des Lehrangebots für das Sommersemester 2014 einberufen worden. Da nebenbei jedoch auch noch über zwei aus Mitteln der Exzellenzinitiative finanzierte Nachwuchsgruppen inklusive jeweils einer Juniorprofessur und zwei wissenschaftlichen Mitarbeitern abgestimmt werden sollte, musste eben alles etwas schneller gehen.

Jedes Jahr können FU-weit 10 Juniorprofessuren aus Mitteln der Exzellenzinitiative gefördert werden. Im externen Begutachtungsverfahren wurden vom OSI gleich zwei eingereichte Anträge genehmigt, wohingegen andere Anträge aus dem Fachbereich abgelehnt wurden.
Da die Ausschreibung der Stellen aus den eingereichten Anträgen hervorgehen soll, bleibt dem Institutsrat in diesem Fall keine Einflussnahme auf den Ausschreibungstext. Stimmt das Institut – und noch viel wichtiger der Fachbereich – den Anträgen zu, werden die Stellen genauso ausgeschrieben, wie in den in diesem Fall von Prof. Thomas Risse in Zusammenarbeit mit Prof. Michael Zürn und Prof. Sven Chojnacki gestellten Anträgen vorgesehen. Wird dagegen gestimmt, gibt es eben keine Professuren und die Gelder verfallen.

Die „Juniorprofessur für Politikwissenschaft und Internationale Beziehungen“ , die eine Kooperation des OSIs mit dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung darstellt und an beiden Institutionen angesiedelt sein soll, wurde von Prof. Zürn, Direktor der Abteilung “Global Governance” am WZB und Professor für Internationale Beziehungen an der FU Berlin, präsentiert. Aufgabe der Juniorprofessur soll neben dem regulären 4-stündigen Lehrdeputat die Leitung einer ebenfalls aus Exzellenzmitteln finanzierten Nachwuchsgruppe zum Thema „Political and Discursive Actorhood of International Organizations“ sein. Laut Ausschreibungstext ist aber auch die Mitarbeit in Forschungsverbünden wie dem Center for Area Studies der FU, dem SFB 700 und der Kolleg-Forschergruppe „Transformative Power of Europe“ vorgesehen.
Mehrmals betont wurde, dass es sich bei beiden Professuren um offene Ausschreibungen handle, obwohl im Rahmen des Antrags bereits jeweils drei Namen hätten genannt werden müssen, die rein theoretisch in Frage kämen – Eine Verfahrensvorgabe der Exzellenzinitiative, die doch etwas widersprüchlich daherkommt.

Prof. Chojnacki stellte daraufhin die „Juniorprofessur für empirische Konfliktforschung mit Schwerpunk Subsahara-Afrika“ vor, zu deren Aufgaben laut Ausschreibung neben dem Lehrdeputat unter anderem die Leitung einer „Dahlem International Network Junior Research Group: Globaler Wandel – lokale Konflikte in Subsahara Afrika“ gehören soll. Der Schwerpunkt liegt laut Chohjnacki bei dieser Professur auf den Auswirkungen internationaler Entwicklungen auf lokale Prozesse, wie zum Beispiel dem Zusammenhang zwischen wachsenden multinationalen Konzernen und dem Phänomen des „Landgrabbing“.

Sowohl bei der Abstimmung über beide Ausschreibungen als auch der Besetzung der Berufungskommissionen gab es jeweils 10 JA-Stimmen und 2 Enthaltungen der Studierendenvertreterinnen. Timo Pongrac merkte noch an, dass sich die Gruppe der Wissenschaftlichen Mitarbeiter gewünscht hätte, bei der Besetzung der Berufungskommission für die IB-Juniorprofessur, mit der sie an sich einverstanden seien, deutlicher mit hätte einbezogen zu werden. Julia Scheurer gab außerdem noch eine Erklärung zu unserem Abstimmungsverhalten. Obwohl zusätzliche Lehre aus Studierendensicht natürlich zu begrüßen ist sei, können wir uns mit dem Verfahren der Exzellenzinitiative, das uns noch weniger Mitspracherechte einräumt, nicht einverstanden geben. Nachdem der Institutsrat abgestimmt hat, wird nun am 29.1. im FBR über die Juniorprofessuren entschieden.

Der zweite Teil der Sitzung widmete sich der Lehrplanung für das kommende Sommersemester. Bedarf und Angebot an Lehrveranstaltungen waren hier weitestgehend deckungsgleich.
Zum Diskussionspunkt wurde die IB-Vorlesung von Prof. Klaus Segbers, die bisher als dreistündiger Kurs angeboten wurde, obwohl in der Studienordnung nur als zweistündig vorgesehen. Cosima Glahn, wissenschaftliche Mitarbeiterin von Prof. Klaus Segbers, argumentierte die dritte Stunde des Kurses bestehe aus einer Diskussionsrunde und sei freiwillig. Die Mehrheit der Diskutant*innen sah hierin aber dennoch einen Nachteil für die Studierenden, die wegen anderer Lehrveranstaltungen die dritte Stunde nicht besuchen könnten und somit benachteiligt seien. Schließlich wurde der Antrag verabschiedet, den Kurs als zweistündige Lehrveranstaltung ins Lehrangebot aufzunehmen.
Und dann ging auch alles ganz schnell. Von den 35 Lehraufträgen hieß es, seien nur 29 kapazitätsrelevant. Von den nicht-kapazitätsrelevanten könnten jedoch nicht alle finanziert werden. Einstimmig wurde entschieden, noch zusätzlich das Seminar „Politische Herrschaft in Afrika und die Rolle der externen Akteure am Beispiel der EU und der Weltbank“ von Medard Kabanda, zu finanzieren, das das Lehrangebot gut ergänze. Erst nach der Abstimmung hieß es, dass dies nun gleichzeitig eine Abstimmung gegen alle anderen zur Debatte stehenden Lehraufträge sei, was bei einigen auf Protest stieß. Dieser wurde jedoch ignoriert und die Sitzung damit beendet.

Institutsrat vom 15.1.: Alles oder nichts!

Ursprünglich war diese Sitzung eigens zur Verabschiedung des Lehrangebots für das Sommersemester 2014 einberufen worden. Da nebenbei jedoch auch noch über zwei aus Mitteln der Exzellenzinitiative finanzierte Nachwuchsgruppen inklusive jeweils einer Juniorprofessur und zwei wissenschaftlichen Mitarbeitern abgestimmt werden sollte, musste eben alles etwas schneller gehen.

Jedes Jahr können FU-weit 10 Juniorprofessuren aus Mitteln der Exzellenzinitiative gefördert werden. Im externen Begutachtungsverfahren wurden vom OSI gleich zwei eingereichte Anträge genehmigt, wohingegen andere Anträge aus dem Fachbereich abgelehnt wurden.
Da die Ausschreibung der Stellen aus den eingereichten Anträgen hervorgehen soll, bleibt dem Institutsrat in diesem Fall keine Einflussnahme auf den Ausschreibungstext. Stimmt das Institut – und noch viel wichtiger der Fachbereich – den Anträgen zu, werden die Stellen genauso ausgeschrieben, wie in den in diesem Fall von Prof. Thomas Risse in Zusammenarbeit mit Prof. Michael Zürn und Prof. Sven Chojnacki gestellten Anträgen vorgesehen. Wird dagegen gestimmt, gibt es eben keine Professuren und die Gelder verfallen.

Die „Juniorprofessur für Politikwissenschaft und Internationale Beziehungen“ , die eine Kooperation des OSIs mit dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung darstellt und an beiden Institutionen angesiedelt sein soll, wurde von Prof. Zürn, Direktor der Abteilung “Global Governance” am WZB und Professor für Internationale Beziehungen an der FU Berlin, präsentiert. Aufgabe der Juniorprofessur soll neben dem regulären 4-stündigen Lehrdeputat die Leitung einer ebenfalls aus Exzellenzmitteln finanzierten Nachwuchsgruppe zum Thema „Political and Discursive Actorhood of International Organizations“ sein. Laut Ausschreibungstext ist aber auch die Mitarbeit in Forschungsverbünden wie dem Center for Area Studies der FU, dem SFB 700 und der Kolleg-Forschergruppe „Transformative Power of Europe“ vorgesehen.
Mehrmals betont wurde, dass es sich bei beiden Professuren um offene Ausschreibungen handle, obwohl im Rahmen des Antrags bereits jeweils drei Namen hätten genannt werden müssen, die rein theoretisch in Frage kämen – Eine Verfahrensvorgabe der Exzellenzinitiative, die doch etwas widersprüchlich daherkommt.

Prof. Chojnacki stellte daraufhin die „Juniorprofessur für empirische Konfliktforschung mit Schwerpunk Subsahara-Afrika“ vor, zu deren Aufgaben laut Ausschreibung neben dem Lehrdeputat unter anderem die Leitung einer „Dahlem International Network Junior Research Group: Globaler Wandel – lokale Konflikte in Subsahara Afrika“ gehören soll. Der Schwerpunkt liegt laut Chohjnacki bei dieser Professur auf den Auswirkungen internationaler Entwicklungen auf lokale Prozesse, wie zum Beispiel dem Zusammenhang zwischen wachsenden multinationalen Konzernen und dem Phänomen des „Landgrabbing“.

Sowohl bei der Abstimmung über beide Ausschreibungen als auch der Besetzung der Berufungskommissionen gab es jeweils 10 JA-Stimmen und 2 Enthaltungen der Studierendenvertreterinnen. Timo Pongrac merkte noch an, dass sich die Gruppe der Wissenschaftlichen Mitarbeiter gewünscht hätte, bei der Besetzung der Berufungskommission für die IB-Juniorprofessur, mit der sie an sich einverstanden seien, deutlicher mit hätte einbezogen zu werden. Julia Scheurer gab außerdem noch eine Erklärung zu unserem Abstimmungsverhalten. Obwohl zusätzliche Lehre aus Studierendensicht natürlich zu begrüßen ist sei, können wir uns mit dem Verfahren der Exzellenzinitiative, das uns noch weniger Mitspracherechte einräumt, nicht einverstanden geben. Nachdem der Institutsrat abgestimmt hat, wird nun am 29.1. im FBR über die Juniorprofessuren entschieden.

Der zweite Teil der Sitzung widmete sich der Lehrplanung für das kommende Sommersemester. Bedarf und Angebot an Lehrveranstaltungen waren hier weitestgehend deckungsgleich.
Zum Diskussionspunkt wurde die IB-Vorlesung von Prof. Klaus Segbers, die bisher als dreistündiger Kurs angeboten wurde, obwohl in der Studienordnung nur als zweistündig vorgesehen. Cosima Glahn, wissenschaftliche Mitarbeiterin von Prof. Klaus Segbers, argumentierte die dritte Stunde des Kurses bestehe aus einer Diskussionsrunde und sei freiwillig. Die Mehrheit der Diskutant*innen sah hierin aber dennoch einen Nachteil für die Studierenden, die wegen anderer Lehrveranstaltungen die dritte Stunde nicht besuchen könnten und somit benachteiligt seien. Schließlich wurde der Antrag verabschiedet, den Kurs als zweistündige Lehrveranstaltung ins Lehrangebot aufzunehmen.
Und dann ging auch alles ganz schnell. Von den 35 Lehraufträgen hieß es, seien nur 29 kapazitätsrelevant. Von den nicht-kapazitätsrelevanten könnten jedoch nicht alle finanziert werden. Einstimmig wurde entschieden, noch zusätzlich das Seminar „Politische Herrschaft in Afrika und die Rolle der externen Akteure am Beispiel der EU und der Weltbank“ von Medard Kabanda, zu finanzieren, das das Lehrangebot gut ergänze. Erst nach der Abstimmung hieß es, dass dies nun gleichzeitig eine Abstimmung gegen alle anderen zur Debatte stehenden Lehraufträge sei, was bei einigen auf Protest stieß. Dieser wurde jedoch ignoriert und die Sitzung damit beendet.

Protokoll FBR 11.12.13

Neben der Einrichtung eines neuen Publizistik-Studiengangs „Global Communication and International Journalism“ mit der Uni St. Petersburg wurde im letzten Fachbereichsrat 2013 vor allem über die neue Promotionsordnung des Fachbereichs diskutiert. Größte Neuerung soll sein, dass die Promotionskommission zukünftig nicht mehr mehrheitlich aus Angehörigen des Fachbereichs bestehen muss, sondern auch aus anderen Fachbereichen der Uni kommen können. Auch wenn viele die Gefahr sahen, die Hoheit über die Verfahren an die FU zu verlieren, könnte das für kleinere Fächer, die Schnittmengen mit anderen Fachbereichen haben, von Vorteil sein.
Dann gab es – passend zur Jahreszeit – Bescherung: Das Dekanat gab bekannt, dass im Rahmen zweier Förderlinien der Exzellenzinitiative drei Anträge des Fachbereichs auf Ausschreibungen von W1- bzw. W2 auf Zeit-Professuren genehmigt wurden. Auf dieser Grundlage sollen nun Berufungsverfahren am Fachbereich vorbereitet werden. Die genehmigten Anträge sind in den Themenfeldern „Globaler Wandel – lokale Konflikte“ (W1) mit Schwerpunkt auf Klimawandel, „Governance of Global Inequalities“ (W2) mit Fokus auf Area Studies sowie zum Thema Internationale Organisationen angesiedelt. Zum dritten Antrag, den Thomas Risse gestellt hatte, konnte im Fachbereichsrat leider niemand Stellung beziehen.
Problematisch dabei ist nicht nur, dass zwei der drei möglichen Ausschreibungen sich auf die ohnehin schon starken Bereiche Friedens- und Konfliktforschung und IB konzentrieren. Auch die von Beginn des Verfahrens an immer wieder betonte gebotene Eile bei den geplanten Berufungsverfahren, die möglichst „schlank“ gehalten werden sollen, ist bedenklich. Schließlich ist auch die wettbewerbsbasierte Vergabe von Mitteln generell ein Problem für kritische Forschung. Aus dieser Perspektive werden wir die geplanten Verfahren genau beobachten und die verfrühten „exzellenten“ Weihnachtsgeschenke unter die Lupe nehmen.