Archiv der Kategorie 'Gremienarbeit'

Neuwahlen für AS, FBR und Irat 09.+10.05.17

Neuwahlen für den akademischen Senat, Fachbereichsrat und Institutsrat am 09.+10.05.17

Wie einige von euch möglicherweise schon mitbekommen haben, werden am 9. und 10. Mai (also Dienstag und Mittwoch diese Woche) die Wahlen zum Akademischen Senat wiederholt. Am OSI bzw. am Fachbereich PolSoz werden außerdem der Institutsrat sowie der Fachbereichsrat erneut gewählt.

Zu den Neuwahlen kommt es, weil die Verwaltung bei der Wahl im Januar gepfuscht hat und einige Studierende und Angestellte aufgrund veralteter Wähler*innenverzeichnisse, in denen sie nicht gelistet waren, ihr Stimmrecht nicht wahrnehmen konnten.

Zwar ist eine effektive Einflussnahme auf die Gestaltung der Universität in den akademischen Gremien aufgrund der festgeschriebenen Mehrheit der Professor*innen (diese stellen in jedem Gremium jeweils eine Person mehr als die Statusgruppen der Studierenden, Wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen und Sonstigen Mitarbeiter*innen zusammen) eine schwierige Aufgabe, wir versuchen jedoch alles, die eingeschränkte politische Partizipation zu nutzen, um für die Belange der Studierenden einzutreten.

Um dies auch in der Zukunft tun zu können, sind wir natürlich auf eure Stimmen angewiesen, die unsere Arbeit in den Gremien erst legitimiert.

Wir rufen daher alle Studierenden der FU dazu auf, ihr Stimmrecht wahrzunehmen!

Wir kandidieren mit unserer Liste für den Institutsrat sowie den Fachbereichsrat PolSoz und beteiligen uns bei der Liste 1 Fachschaftsinitiativen/Offene Liste bei der Wahl des Akademischen Senats

Weiter Infos wofür wir stehen und was gewählt wird findet ihr in unserem Beitrag zur letzten Wahl.

Weitere Informationen dazu, wo ihr wählen könnt, findet ihr auf dieser Seite des zentralen Wahlvorstands:
http://www.fu-berlin.de/sites/zwv/bekanntmachungen/2017/Bek_-04-17.pdf

Wir freuen uns natürlich nicht nur über jede Stimme, die für uns eingeht, sondern sind auch dankbar, wenn unsere Kandidat*innen entsprechend der Listenfolge gewählt werden, da wir somit gewährleisten können, dass nicht die Arbeit an ein paar wenigen hängen bleibt und wir ein ausgeglichenes Verhältnis von männlichen und weiblichen Kandidat*innen haben.

Eure FSI*OSI

Einige Anmerkungen zum taz-Artikel bezüglich decolonize FU

Die taz hatte am 10. 12. 2016 einen Artikel über die Petition „Decolonise the FU“ geschrieben. Den Artikel findet ihr hier. Anschließend an unseren Bericht zu der Institutsratsitzung, in der die Petition besprochen wurde, haben wir ein paar Anmerkungen zu dem Artikel.

Obwohl der Artikel wichtig und begrüßenswert ist, möchten wir doch ein paar Dinge kritisch anmerken und richtigstellen. Der Teaser ist irreleitend. Es geht nicht um Wissenschaftler*innen aus afrikanischen Ländern, sondern vielmehr um ein strukturelles Versäumnis postkoloniale Wirkmächtigen ernst zu nehmen. „Es komme auf die wissenschaftliche Perspektive und nicht auf die Hautfarbe an“, sagt nicht die FU, sondern Bernd Ladwig, der bezüglich des Artikels interviewt wurde.
Der Aspekt mit dem fehlenden Geld auf den Bettina Engels verweist, haben wir in unserem Bericht zur IR-Sitzung bereits entkräftet.
Ein weiterer Aspekt auf den wir hinweisen möchten ist, dass die ABK nur eine Art Kontroll- bzw. Beratungsgremium darstellt und weder der Vorsitz noch andere Mitglieder der ABK Lehrveranstaltungsvorschläge „prüfen“. Eine derartige „Prüf-Institution“ gibt es nicht.

eure

FSI*OSI

* Bericht aus dem Institutsrat am 07.12.16 *

Bericht zur Institutsratssitzung vom 07.12.2016

Zwei studentische Initiativen – und Profs bleiben fern
In der letzten IR-Sitzung standen mit der Petition von Decolonize FU und unserem offenen Brief zur Überbuchung am Fachbereich ausschließlich studentische Initiativen auf der Tagesordnung. Dies stieß auf reges Interesse bei Studierenden, so dass sich insgesamt etwa 35 Unterstützer*innen bei der IR-Sitzung eingefunden hatten. Umso mehr bedauern wir, dass sich von den 7 Profs, die normalerweise im Institutsrat sitzen, lediglich Bernd Ladwig (Sitzungsleitung) und Tanja Börzel eingefunden hatten (später kamen noch Ingo Peters vom Dekanat sowie Vertreter*innen des Fachbereichs hinzu). Eine Heterogenität der Meinungen im Professorium wurde so nicht abgebildet und verstärkt unseren Eindruck, dass studentische Initiativen von Seiten der Professor*innen nicht ausreichend ernst genommen werden. In der Sitzung war der IR formal auch nicht einmal beschlussfähig. Auch Bettina Engels, die als Verantwortliche der Ringvorlesung „Klimawandel in Afrika“ explizit von Decolonize FU angesprochen wurde, war nicht anwesend.

Bezüglich der Petition von Decolonize FU gab es schriftliche Stellungnahmen von Bettina Engels und Bernd Ladwig. Zudem wurde eine Stellungnahme von Christian Walther (Vorstand OSI Club) verlesen, die jedoch nicht im Voraus verschickt wurden, was auch bis heute trotz der Versicherung Ladwigs nicht nachgeholt wurde. Wir kritisieren, dass die Menschen von Decolonize FU keine direkte Antwort auf ihre Petition erhalten haben und die Infos nur durch Weiterleitung von uns bekamen. Es bleibt daher fraglich, ob das Institut sich überhaupt positioniert hätte, wenn wir den Punkt nicht auf die Tagesordnung des IR gebracht hätten. Zudem lag eine Anfrage der taz vor, was vermuten lässt, dass sich auch nur deshalb um eine Stellungnahme bemüht wurde.

Schlechte Diskussionskultur
Auch die Diskussionskultur innerhalb der Sitzung ließ zu wünschen übrig. Die anwesenden Vertreter*innen von Decolonize FU wurden mehrmals durch Zwischenrufe und Einwürfe aus den Gruppen der sonstigen Mitarbeiter*innen und Profs unterbrochen. Auch der Wunsch nach einer Redner*innenliste vonseiten der Studierenden wurde übergangen.

Zur Diskussion selbst: Das anfänglich vorgebrachte Argument der Profs, dass es keine Mittel für eine andere und vielfältigere Besetzung des Vorlesungspersonals der Ringvorlesung gegeben habe, wurde sehr schnell entkräftet, da auch Tanja Börzel eingeräumt hatte, dass Gelder aus dem Topf für Außenamtsmittel hätten beantragt werden können. Geld sei demnach auch nicht das Problem, sondern vielmehr ein strukturelles Versäumnis basierend auf einem „fehlenden Bewusstsein“. Die inhaltliche Diskussion fokussierte sich einerseits auf die inhaltliche Stellungnahme von Vertreter*innen von Decolonize FU versus Ladwigs Position „gegen die Kolonisierung der Wissenschaft durch Identitätspolitik“ sowie andererseits eine Art Konsens in Bezug auf das Bekenntnis zu Diversität in der Wissenschaft. Allerdings ohne konkrete Maßnahmen oder die bisherige Berufungspraxis am OSI zu diskutieren, was wir sehr bedauern.

Wie geht es weiter?
Zur Erarbeitung eines Antwortschreibens auf die Petition von Decolonize FU werden sich im Januar Vertreter*innen der vier Statusgruppen treffen.

Diskussion zur Überbuchung zu kurz
Die Diskussion zur Überbuchung wurde auf die letzten fünf Minuten zusammengestutzt. Dies zeichnete sich bereits dadurch ab, dass sich das GD-Team weigerte den formgerechten Antrag zur Beratung unseres offenen Briefs von vorneherein auf die Tagesordnung zu setzen. Auf den Brief selbst wurde in keiner Weise eingegangen. Deshalb bringen wir den Punkt bei der Sitzung am 18. Januar erneut auf den Tisch, zumal mit der Besprechung der Lehrplanung die Überbuchungssituation zwangsläufig thematisiert werden muss.

Vertreter*innen des Dekanats und des Fachbereichs hatten im Anschluss an die Sitzung zu einem außerplanmäßigen Treffen zwischen Studierenden, Lehrenden und Vertreter*innen des Fachbereichs zur Überbuchungssituation am OSI und zur Vorstellung der Studierendenumfrage aufgerufen.

Diskutiert am 18. Januar!
In der Sitzung hat sich gezeigt, dass die Anwesenheit der Studierenden wichtig war, um Gehör zu finden. Deshalb kommt am 18. Januar zahlreich, damit wir gemeinsam mit den Verteter*innen des IR die Überbuchungssituation am Fachbereich und vor allem unseren offenen Brief diskutieren können! Außerdem wird am 25. Januar wieder die Studierendenbefragung zu Lehrveranstaltungswünschen stattfinden – kommt auch hier zahlreich und äußert eure Wünsche!

Institutsratsitzung
Themen: Lehrplanung, Überbuchung
18.01.17, 9:00 Uhr
Ihnestr. 21/Hörsaal B

Studierendenbefragung zu Lehrverstaltungswünschen
25.01.17 18:00
Ihnestr. 21/Hörsaal A

taz-Artikel zu „Decolonise the FU“
Die taz hatte am 10. 12. 2016 einen Artikel über die Petition „Decolonise the FU“ geschrieben. Wir haben ein paar kritische Anmerkungen zu dem Artikel.

eure

FSI*OSI

Wahlen an der FU 2017 (Stupa, AS, FBR, IRat)

Jetzt sind Wahlen an der FU. Wir wollen euch darüber informieren, welche Gremien alle gewählt werden, wo und wie ihr das tun könnt und wieso ihr uns wählen solltet.

Wieso die FSI*OSI wählen?

Die FSI*OSI tritt bei allen Wahlen an und hat jedesmal die Listennummer 1.

Wir, die Fachschaftsinitiative des Otto-​Suhr-​Instituts sind für eine gesellschafts- und herrschaftskritische Uni, an der Rassismus, Antisemitismus und Sexismus keinen Platz haben. Wir setzen uns außerdem gegen jegliche Art von Elite, Exzellenz und Studiengebühren ein. Da die derzeitigen Mehrheitsverhältnisse es uns leider nicht ermöglichen, die Uni maßgeblich mitzugestalten, greifen wir auch auf konfrontative Mittel zurück, um unseren Positionen Nachdruck zu verleihen und auf Missstände am Institut aufmerksam zu machen. Dazu zählen zum Beispiel Besetzungen oder Aktions-​ und Protestwochen. Auch wenn wir die Arbeit in den Gremien für wichtig erachten um studentische Interessen kritisch zu vertreten, wissen wir um die Grenzen der studentischen Beteiligung in diesen und begnügen uns in unser politischen Arbeit nicht damit.

Erfolge:
Trotz der Einschränkungen, haben wir es in den letzen Jahren geschafft die studentischen Tutorien am OSI zu erhalten und eine Bezahlung dafür erkämpft.
Außerdem war die FSI maßgeblich an der Einrichtung der Profesur „Gender und Vielfalt“ beteiligt.
Darüber hinaus haben wir es geschafft ,durch unsere Mitarbeit in der Ausbildungskommission und im Institutsrat, das studentische Wünsche in der Lehrplanung wahrgenommen wurden. Unserer Meinung noch zu wenig, aber wir kämpfen weiter.

Für eine genauere Darstellung unser politischen Haltung sei auf unser Selbstverständnis verwiesen.

Was wird gewählt?

Dieses Jahr findet nicht nur die alljährliche Wahl zum Studierendenparlament (Stupa) statt, es werden darüber hinaus auch die verschiedenen Gremien der akademischen Selbstverwaltung gewählt.
Die Gremien der akademischen Selbstverwaltung sind der Institutsrat (Irat), Fachbereichsrat (FBR), Akademischer Senat (AS). Die studentische Selbstverwaltung findet ihre Form in den Fachschaftsinitiativen (FSI), dem Studierendenparlament (Stupa) und dem Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA)

Der Artikel der FSI WiWiss zu den verschiedenen Gremien gibt einen guten Überblick in Textform.
„HoPo – 1 Hoch auf Hochschulpolitik“ von der FSI WiWiss
Ergänzend dazu ist die schematische Übersicht mit dem kurzen Einführungstext zu Hochschulpolitik aus der Unitopia #2 (Oktober 2013) sehr gut.
Gremienübersicht aus der Unitopia

Bei dem Text der FSI WiWiss fehlt ein wichtiger Punkt bei der Erklärung der akademischen Selbstverwaltung. Alle diese Gremien (AS, FBR, IRat) sind undemokratisch besetzt, da vom Berliner Hochschulgesetz eine Mehrheit der Professor*innen vorgeschrieben wird. In der Praxis sitzen dann beispielsweise im Institutsrat 7 Profs, 2 Studis, 2 Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen (WiMi’s) und 2 sonstige Mitarbeiter*innen (SoMi’s). Das heißt wenn die Profs sich einig sind werden die Stimmen der Studis, WiMi’s und SoMi’s unsichtbar gemacht, obwohl diese drei Statusgruppen einen sehr großen und wichtigen Teil der Universität ausmachen. Gut veranschaulicht in der Darstellung der Unitopia, wo provokativ gefragt wird, ob Hochschulpolitik an der FU Demokratie oder ein Ständesystem ist.

Wann und wo wählen?

Wahlen zum Studierendenparlament sind vom 10.-12.01.17, Öffnungszeiten der Wahllokale: 9.45 – 16.15 Uhr

Alle Wahllokale für die Stupa-Wahl findet ihr hier.
„Mitzubringen sind der gültige Personalausweis, Reisepass oder Führerschein sowie eine aktuelle kleine oder große Immatrikulationsbescheinigung oder der aktuelle Studierendenausweis.“

Wahlen zum akademischen Senat sind am 10.-11.01.17, Öffnungszeiten der Wahllokale: unterschiedlich, meist von 10.00 – 15.00 Uhr

Alle Wahllokale für die Wahl zum akademischen Senat findet ihr hier.
„Mitzubringen sind der gültige Personalausweis, Reisepass oder Führerschein sowie eine aktuelle kleine oder große Immatrikulationsbescheinigung oder der aktuelle Studierendenausweis.“

Bei beiden Wahlen dürft ihr nur an euren Fachbereichen bzw. eurem Institut wählen, also dass was auf eurem Studiausweis draufsteht z.B. FB PolSoz.

Alle Leute die am Fachbereich PolSoz eingeschrieben sind müssen einfach in das Foyer der Ihnestr. 21 gehen, da sind beide Wahlstände nebeneinander.

Eure FSI*OSI

Kommt alle zur Diskussion in den Institutsrat am 07.12.16

Hier gehts zu unserem offenen Brief, den wir im Institutsrat vorlesen werden und diskutieren wollen.

Weitere Infos findest du in unserem Post zu den Hintergründen der Überbuchung an der FU & am Fachbereich PolSoz

* Bericht Institusrat 23.11.16 bzgl VG Wort *

Es sieht so aus, dass die FU sich nun auch endgültig entschieden hätte, dem Vertrag der Kultusministerkonferenz mit der VG Wort, nach dem ab 01.01.2017 die Länder keine Pauschale mehr bezahlen, sondern die Unis 0,8 ct pro Seite pro Studi einzeln abgerechnet bekommen, nicht beizutreten. Da es dann keinen Vertrag gibt, der dann das Urheberrecht regelt, müssen folglich bis zum 1. Januar 2017 alle Texte von Blackboard runter.

Bedenken zum Vertrag gibt es sowohl rechtlicher als auch technischer Natur: Der Vertragstext sei sehr unklar formuliert, es werde nicht klar, wie die Teilnahme und Textabrufung kontrolliert werde und die VG Wort wolle stichprobenhaft Zugang zum BB bekommen, was nicht gern gesehen ist. Technisch ist das System, mit dem die VG Wort die Texte kontrollieren möchte LMS implementiert und für BB noch gar nicht vorhanden. Dies an BB anzupassen dauere wohl auch noch 1-2 Jahre. Außerdem schössen die Personalkosten in die Höhe. Es gab einen Feldversuch in Osnabrück, in dem nur für diese Arbeit 20.000 € mehr für Mitarbeiter*innen ausgegeben wurde.

Die Landesrektor*innen und -präsident*innen Konferenz empfehle allen Universitäten, dem Vertrag nicht beizutreten, auch die HU und die TU wären sicher, nicht beizutreten. Keine Universität in Deutschland sei diesem Vertrag überhaupt bisher beigetreten. Das Ziel: Die VG Wort durch Einnahmenentzug wieder an den Verhandlungstisch zu kriegen und sich hochschulübergreifend zu vernetzen. Die VG Wort erhält bisher alleine in Berlin einen 6stelligen Betrag im Jahr, der würde dann 2017 schlagartig auf 0€ fallen. Das angestrebte Ziel der Unis sei es, neue Pauschal-Vergütungs-Verträge zu schließen, das wäre im Endeffekt eine Gelderumverteilung vom Land zu den Unis und von dort zur VG Wort (statt wie bisher direkt von den Ländern zur VG Wort). Ein weiteres Angebot wäre dann, alle 5 Jahre eine neue Pauschale zu verhandeln und dann jeweils Stichprobenartig zu schauen, wie viele Texte überhaupt verwendet werden und wie die Teilnehmer*innenzahlen sich ändern, um eine angemessene Pauschale zu finden.

Ab dem 01.01.17 gibt es also erstmal keine legale Nutzung mehr über Blackboard, sondern nur über Kopiervorlagen und Semesterapparate und alles, was als E-Ressource online in der Bibliothek verfügbar ist. Dazu gäbe es aber dann eine Handreichung. Die FU sei weiterhin der Rechtsauffassung, dass die bereits für 2016 gezahlte Pauschale das komplette Wintersemester beinhalte und also bis 31.März gehen müsse, die drei Monate liegen also in einer Grauzone. Ganz wichtig ist es, auch nicht mehr genutzte BB Kurse abzustellen, da sonst immer weiter Urheberrechtsgebühren anfallen (fun fact: zurzeit liegen ca. 1,5 Mio. Texte auf BB – Beklagt wurde, dass dadurch Studis gar nicht mehr recherchieren in der Bib lernten, da BB eine Art Parallelbib geworden sei). Das müssen alle Lehrenden für ihre eigenen Kurse zum 01.01.17 machen, um keine rechtlichen Schwierigkeiten zu kriegen.

Wir empfehlen daher eine Sicherungskopie von Texten anzulegen, die in der Zukunft noch gebraucht werden, dann aber nicht mehr über BB verfügbar sein werden.

* Bericht aus dem Institutsrat am 26.10.16 *

Bei der letzten I-Rat Sitzung wurde die Ausschreibung für die W2 Professur Politische Bildung und Politikdidaktik beschlossen. Dabei handelt es sich um die Nachfolge von Peter Massing, der sich im Ruhestand befindet und von Sabine Achour vertreten wird. Der Ausschreibungstext enthält neben den üblichen Formalien die Anforderungen Forschung zu den Themen „Migration und/oder Diversity“ sowie „politische Bildung für Lernende mit Migrationshintergrund“. Diese inhaltlich spannende Ausrichtung der Professur begrüßen wir.

Des Weiteren haben wir dafür argumentiert, dass für eine Professur der politischen Bildung auch eine Auseinandersetzung mit dem Holocaust und der NS-Zeit wichtig sind, im Sinne Adornos „Erziehung nach Ausschwitz“. Zumal keine andere Professur sich dezidiert damit auseinandersetzt und diese Möglichkeit auch bei den Ausschreibungen für die Professuren Politik & Recht sowie politische Soziologie seitens des Instituts vergeben wurden. Die Profs entgegneten mit dem Standartargument, dass dies das Bewerber*innen-Feld zu stark verengen würden. Als Kompromiss wurde sich darauf geeignet die Formulierung „Kenntnisse des Rechtsextremismus, auch in seiner historischen Dimension“ als wünschenswert aufzunehmen. Dies entspricht zwar nicht ganz unserem Vorschlag, kann unseres Erachtens aber im Zweifelsfall helfen, bei gleicher Eignung eine*n coolere*n Kandidat*in vorzuziehen.

Sabine Kropp merkte im Übrigen an, der allgemeine Begriff Extremismus doch ausreichen würde und alles abdecke. Damit stoß sie im Institutsrat jedoch auf keine Zustimmung.

Außerdem haben wir beantragt, dass im nächsten I-Rat über die neuen Regelungen zur Copyright Verwertung für Blackboard gesprochen wird. Interessanterweise waren sich in diesem Punkt ausnahmsweise alle Statusgruppen einig, dass es sich dabei um eine riesige Katastrophe handelt.

Der neue Rahmenvertrag mit der VG Wort wird dazu führen, dass ab 01. Januar 2017 keine urheberrechtlich geschützte Literatur mehr in der bisherigen Form auf BB bereitgestellt werden kann. Bisher wurde eine Pauschale gezahlt, die nun durch einen Betrag pro Seite pro Zugriff ersetzt werden soll. Dies stellt einen enormen bürokratischen Aufwand dar und beschränkt den offenen Zugang zu Wissen, zumal die meisten Werke an Universitäten entstanden sind, die mit öffentlichen Geldern finanziert sind. Mehr Infos dazu findet ihr unter: http://www.urheberrechtsbuendnis.de/pressemitteilung0216.html.de

Zuletzt gab es noch die Mitteilung, dass das Präsidium fordert die Colloquien von Bachelor und Master Studierenden zu trennen. Die Profs sprachen sich dagegen aus, da sie dies nicht für sinnvoll erachten und auch keine Kapazitäten hätten zwei Colloquien zu bespielen. Dies wird das Institut an das Präsidium zurückgeben.

Wir hoffen wir konnten euch einen Eindruck geben, was in zu Semesterbeginn am Institut (hochschul-)politisch los ist. Wenn ihr Nachfragen oder Anmerkungen habt, stellt sie gerne in den Kommentaren.

Eure FSI*OSI

Viertelparität im Institutsrat?

Am 15. Juni erschien dieser Post über eine eingeführte Viertelparität im Institutsrat des OSI auf unser Facebookseite und sorgte vor allem offline für einige Begeisterung, Ärger und etliche Nachfragen. Die Hoffnungen auf eine demokratischere FU mussten wir jedoch leider enttäuschen, da es sich bei dem Beitrag um Satire unsererseits handelte. Die beiden Posts zum nachlesen findet ihr in den Links oder hier direkt.

Post vom 15. Juli ’16

*Beschluss zur Einführung der Viertelparität im Institutsrat des OSI*

Der Institutsrat des Otto-Suhr-Instituts hat sich in seiner letzten Sitzung des Sommersesters bei 8 Ja-Stimmen, 1 Nein-Stimme und 4 Enthaltungen für eine viertelparitätische Zusammensetzung entschieden. Damit schließt sich das OSI dem Beschluss des Erweiterten Akademischen Senates (EAS) der TU Berlin an (https://asta.tu-berlin.de/pre…/return-of-the-viertelparitaet).

Folglich werden in zukünftigen Sitzungen die vier Statusgruppen der Studierenden, der wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen, der sonstigen Mitarbeiter*innen und der Professor*innen gleiches Stimmgewicht bei allen Beschlussfassungen haben. Der Institutsrat des OSI folgt somit einer Forderung, die von Studierenden seit Jahren vertreten wurde und entledigt sich der bisherigen Praxis, bei der Professor*innen mit 7 von 13 Stimmen grundsätzlich in der absoluten Mehrheit waren.

„Nach einer konstruktiven Diskussion hat sich das Otto-Suhr-Institut für eine Viertelparität entschieden und geht somit einen wichtigen Schritt in Richtung demokratischer Selbstverwaltung. Gerade hier am OSI, dem größten politikwissenschaftlichen Institut Deutschlands, können wir den Wert der Demokratie nicht hoch genug halten. Ich sehe das OSI auch als Avantgarde und hoffe sehr, dass andere Institute und nicht zuletzt der Akademische Senat ähnliche Initiativen starten“, so Banja Törzel

„Es kann schließlich nicht sein, dass eine technische Universität mehr Expertise auf unserem Fachgebiet hat. Wir lassen uns von denen doch nicht die Butter vom Brot nehmen!“, entrüstete sich Rhomas Tisse unmittelbar nach der Sitzung.

Erklärungspost vom 28. Juli ’16

Bei vielen ist die Meldung des FSI*Osillon zur angeblichen Einführung der Viertelparität gut angekommen und es hat wohl sogar Wellen bis in die höchsten Reihen der Ränkeschmiede geschlagen. Wir hatten jedoch den Eindruck, dass die Meldung wohl doch nicht so klar als Satire zu erkennen war.

Deshalb hier eine Klarstellung: Es gibt momentan weder eine Viertelparität am OSI noch in irgendeinem anderen Gremium der FU. In sämtlichen Gremien der Hochschule sitzen Profs in der absoluten Mehrheit. Bei geschlossenem Abstimmungsverhalten können sie alle Beschlüsse gegen den Willen der Studierendenschaft und des Mittelbaus durchbringen. Die Freie Universität wird so ihrem Namen gerecht und ist sogar dreifach frei – frei von Mitbestimmung, frei von angemessener Repräsentation, frei von Demokratie.

Es ist eine kleine Sensation was an der TU Berlin gerade passiert (1). Darauf wollten wir mit unserem Post aufmerksam machen und das OSI in Erklärungsnot bringen.

Vor allem zeigt es, dass die absurde Behauptung, eine Viertelparität sei nicht mit der Wissenschaftsfreiheit vereinbar, nicht länger haltbar ist. Studierende und der akademische Mittelbau sind genauso Teil der Wissenschaft und ohne uns würde es an der Uni ganz schön trist aussehen.

Natürlich wird auch eine Viertelparität nichts an dem System von Regelstudienzeit, modularisiertem Studienaufbau und dem Verwertungszwang von Bildung ändern. Es ist aber ein Schritt in die richtige Richtung!

Daran gilt es anzusetzen: Sich wieder als aktiver Teil der Hochschule begreifen statt als Konsument*in von dem, was uns vorgesetzt wird. Eine positive Utopie davon zu entwickeln, wie Studieren aussehen könnte und diese gemeinsam zu erkämpfen.

(1) https://asta.tu-berlin.de/aktuelles/viertelparitaet-2016

* Bericht aus dem Institutsrat am 20.01.16 *

- Die Lehrplanung (also alle Seminare/Vorlesungen) fürs Sommersemester wurde verabschiedet. Ein Problem ist dabei, dass die Anzahl der Lehraufträge (für einzelne Seminare finanzierte externe Dozierende) massiv angestiegen ist und dies nur durch bestimmte Zusatzfinanzierungen gesichert werden konnte – es also ein großes strukturelles Problem zwischen Bedarf an Lehrveranstaltungen (auch durch die besonders vielen Zulassungen) und fest angestelltem Lehrpersonal gibt.
Inhaltlich wurden tatsächlich in nicht wenigen Bereichen auch die konkreten Studierendenwünsche aus der ABK-Veranstaltung Ende letzten Sommers übernommen, es sind also auf den ersten Blick deutlich mehr coole Seminare dabei. Auch Ende dieses Semesters soll dann wieder eine solche Veranstaltung stattfinden!

- Ebenso wurde die ‚kleine‘ Studienreform für eine Studienordnung 2016 (gültig für neue Studis ab Wintersemester 16/17) verabschiedet. Im Mono-Bachelor ändert sich bis auf ein paar Umformulierungen und den Studienverlaufsplan (pol. Theorie vor pol. Systeme und Vergleich gezogen) nichts und die studentischen Tutorien bleiben so vorerst erhalten – größere Umstrukturierungen wird es wohl erst geben, wenn die neuen Professuren alle gekommen sind (Politik und Recht, Gender und Vielfalt, Pol. Soziologie der BRD, Vergleichende PoWi Deutschland-Frankreich).
Im 60 LP-Nebenfach fällt die Pflicht zum BRD-Modul weg, und aus dem reinen ‚BRD‘-Modul wird ein ‚Politische Systeme und Vergleich‘-Modul. Im Grundlagenbereich kann somit dann frei aus Internationale Beziehungen, Politische Theorie und Politische Systeme und Vergleich gewählt werden (2 aus 3). Jetzige Nebenfach-Studis werden auch in diese neue Ordnung wechseln – und so z.B. das BRD-Modul (falls noch nicht belegt) umgehen – können.

- Der Antrag auf Finanzierung des studentisch organisierten Vortrags von Tobias Jaecker wurde bewilligt. Thema der Veranstaltung wird der Zusammenhang von Verschwörungsideologie, Antisemitismus und Antiamerikanismus sein. Stattfinden wird das ganze am Donnerstag, 4. Februar um 18 Uhr.

* Bericht aus dem Institutsrat am 16.12.15 *

- Die inhaltlichen Punkte einer ‚kleinen‘ Studienreform für eine Studienordnung 2016 (gültig ab Wintersemester 16/17) wurden durchgegangen und verabschiedet. Im Mono-Bachelor ändert sich bis auf ein paar Umformulierungen und den Studienverlaufsplan (pol. Theorie vor pol. Systeme und Vergleich gezogen) nichts – größere Umstrukturierungen werden erst für 2017/2018 angepeilt.
Die eigentliche Reform findet nur für das Nebenfach statt, wo in Zukunft die Pflicht zum BRD-Modul wegfällt, und aus dem reinen ‚BRD‘-Modul ein ‚Politische Systeme und Vergleich‘-Modul wird. Im Grundlagenbereich kann somit dann frei aus Internationale Beziehungen, Politische Theorie und Politische Systeme und Vergleich gewählt werden (2 aus 3).
Die Studienordnung muss allerdings noch durch die verschiedenen Verwaltungsinstanzen und den Fachbereichsrat.

- Im nächsten Institutsrat wird es auf Antrag der OSI-Ausbildungskommission (ABK) zu einer Diskussion bezüglich der Überbuchungen am Institut (weitaus mehr Zulassungen als eigentlich vorgesehen) und der damit verbundenen Auswirkungen auf die Lehre (überfüllte Seminare; erhöhter Bedarf an Lehrveranstaltungen, der aus dem Lehrpersonal nicht ausreichend gedeckt werden kann) kommen.