Archiv für Juni 2013

FSI OSI Tresen

heute abend stellt die kub (Kontakt- und Beratungsstelle für Flüchtlinge und Migrantinnen) ihre Broschüre vor.

aus einem ihrer Ankündigungstexte:

Im Herbst 2012 führte die Fachgruppe „Zypern“ der Kontakt- und Beratungsstelle für Flüchtlinge und MigrantInnen e.V. eine Recherchereise zur Untersuchung der Situation von asylsuchenden Personen in der Republik Zypern durch. Auf diese Weise entstand eine Broschüre, welche die Verfahrensstandards bei der Durchführung von Asylverfahren erörtert, die Rechtslage und Umsetzung europäischer Richtlinien untersucht und die Lebensbedingungen Asylsuchender beleuchtet. Zudem wurde ein Dokumentarfilm produziert, der Einblicke in die Lebensumstände Asylsuchender in Zypern gewährt.

Bericht vom Institutsrat am 12.06.2013

Auf Pfiff‘ geht’s los!
Wer schon einmal das Glück hatte um 08:30 seine Füße ins Osi zu setzen weiß, es geht zumeist eher gemütlich zu. Studis und Profs versuchen gemeinsam das Ende des geruhsamen Schlafes und der wilden Träume zu verdauen, widmen sich eher gemächlich dem universitären Alltag.
Den Mitgliedern des Institutsrates und den zahlreichen Zuhörer_innen schien dies am Morgen des 12.06 jedoch nicht vergönnt.
Mit einem schrillen Pfiff‘ der Oberkommandierenden Tanja Börzel wird der Institutsrat eröffnet:
Angetreten zur Rettung der Genderlehre/-forschung am OSI und der Lehrplanung!
In zackigem Tempo werden die Tagesordnung, sowie Mitteilungen und Anfragen durchexerziert. Doch Moral und Disziplin scheinen innerhalb der Professor_innenschaft nicht überall so verbreitet wie beim geschäftsführenden Direktorium. Die Einführungsvorlesung im Master scheint sich keiner großen Beliebtheit zu erfreuen und so blieb deren Besetzung bisher offen, schauen wir mal wer da im nächsten Semester auf uns wartet.
Der nächste Top war bereits die entscheidende Schlacht und Grund für die wieder zahlreiche Unterstützung von interessierten Studierenden des OSIs:
Die Denomination und der Ausschreibungstext für die Nachfolge der Preuss-Professur.
Zur Erinnerung:
Nachdem Prof. Ulrich Preuss 2005 emeritierte und Prof. Dr. Mengel seine Nachfolge für die Professur Rechtliche Grundlagen und Gender wahrnahm, soll diese nun neu ausgeschrieben werden, da auch Prof. Mengel sich nach diesem Semester verabschiedet.
Um die genaue Ausschreibung und den Titel (Denomination) der Professur entbrannte nun am Osi eine Auseinandersetzung, da der bisherige professorale Vorschlag Gender aus dem Titel streichen und es mit dem Begriff Politik ersetzen wollte und die Professur eher an der politischen Theorie ausrichten möchte. Dagegen steht der Strukturplan und damit die bisherige Denomination, welche Rechtliche Grundlagen, Gender und Diversity vorsieht.
Wir als FSI*OSI setzen uns für den Erhalt der institutionalisierten Genderlehre in Form einer Professur mit diesem Schwerpunkt ein, wir möchten jedoch auch nicht den ebenfalls am OSI marginalisierten Bereich der politischen Theorie dagegen ausspielen und hatten im Vorfeld des Institutsrates einen Kompromissvorschlag erarbeitet.
Dessen Denomination lautet:
Konstitution politischer Ordnung, Gender und Diversity und umfasst die Bereiche der Konstituierung politischer Ordnungen mit dem Schwerpunkt auf Gender und Diversity Aspekte, Forschung und Lehre im Bereich von Gender und Diversity, sowie die Verfassungs-, Staats- und Institutionentheorie, inklusive feministischer Theorieansätze.
Gleich zu Beginn der Diskussion wurde von einem Rüffel aus dem Präsidium berichtet, vom Präsi Alt persönlich, welcher eine Infragestellung von Gender in der Denomination untersagte. Ein zu Hilfe eilen von ganz untererwarteter Seite und ein Novum für uns, mit dem Präsidium im Rücken zu argumentieren, schließlich verfinstern sich die Wolken für die Sache der Studis im Normalfall, wenn Weisungen aus dem Präsidium einflattern.
Aber mal abgesehen davon, dass es eine ausgesprochene Frechheit vom Präsidium sich in Institutsangelegenheiten einzumischen, brauchen wir auch keinen Pakt mit dem Teufel, um unsere Position zu vertreten.
Das sah besonders Prof. Dr. Ladwig anders, für ihn ist Gender im Titel zu eng für eine Ausschreibung einer W3 Professur, er will den Theorie-Bereich stärken und Gender nur unter erwünscht aufführen. Ganz allgemein scheint Genderforschung und die Beschäftigung damit, für Prof. Ladwig mehr eine Modeerscheinung zu sein, auch wenn deren Bedeutung immer wieder heraushob
Das Problem einer zu engen Ausschreibung sahen viele im Raum anders, Prof. Harders, sowie die Vertreter_innen der WiMis sahen die Ausschreibung unseres Entwurfs eher als recht breit an und einer W3 Professur angemessen. Des Weiteren zeigten unterschiedliche Erfahrungsberichte, dass erwünschte Punkte im Berufungsverfahren oft unter den Tisch fallen. Von Seiten der dezentralen Frauenbeauftragten wurde bereits ein „Veto-Spiel“ (Börzel) angekündigt, sollte Gender aus der Denomination verschwinden, eine Berufungskommission im nächsten Semester würde also immer unwahrscheinlicher. Alles im Allem sah es sehr gut für unseren Vorschlag und unsere Position aus, während auf professoraler Seite Ratlosigkeit und Uneinigkeit herrschte, sowie eine gewisse Sorge das Zepter Macht und Mehrheiten aus der Hand zu geben, allen Professorien zum Trotz.
Schlussendlich zog Tanja Börzel ein letztes Ass aus dem Ärmel und schlug vor, nochmal alle Seiten in sich gehen zu lassen und in 2 Wochen abschließend über die Ausschreibung zu entscheiden. Da dies auch auf die mehrheitliche Zustimmung der Profs stieß, verzichteten wir auf eine Kampfabstimmung und sind gespannt, was wir in beim nächsten Institutsrat am 26.06 so erleben dürfen. Interessant ist es zu sehen, wie schnell aus Hau-Ruckverfahren ohne jede Minute Zeit, nach studentischem Druck mal schnell 4 Wochen und länger werden können, die Zeitkarte scheint auch nur ein Joker zu sein, wenn‘s gerade passt!
Als letzter TOP stand die Lehrplanung an, hier zeigten sich im Vorfeld keine riesen Differenzen zwischen Lehrplanung und ABK auf, jedoch wird das stetige Verknappen des Lehrangebotes mit immer größeren Sorgenfalten gesehen. Den Fachbereichen und dem Institut fehlt derzeit ein Haufen Geld, sodass auch in diesem Jahr wieder 3 Lehrveranstaltungen weder von den Fachbereichen, noch vom Institutsrat, dieser übernimmt insgesamt 10 Lehraufträge von externen Lehrbeauftragten, finanziell getragen werden konnten. Alle drei betreffen den Bereich Afrika-Studien. Während ein Lehrauftrag noch während der Sitzung von der Arbeitsstelle des Vorderen Orients übernommen wurde, ist die Finanzierung für die zwei restlichen Veranstaltungen fraglich.
Für die Zukunft gilt, dass nur über mehr Geld für das Institut das ohnehin schon stark zusammengeschrumpfte Lehrangebot des OSIs erhalten werden kann.

Erfreuliches am Schluss: Alle Anträge auf Anwesenheitspflichten wurden einstimmig abgelehnt und der Antrag der FSI*OSI zur finanziellen Förderung der Veranstaltungstage am 17-06 und 18.06 wurden einstimmig angenommen.

Bericht der Sitzung des Fachbereichsrats vom 5.6.13

Research and responsibility

The enduring negotiations and discussions on the implementation of a Zivilklausel for the Faculty had undoubtedly supersede the enthusiasm and hope to finally come to a joint decision in the last meeting of the Faculty Council. The Zivilklausel was again put to vote and once more refused with 9 votes against, 5 abstentions and 4 votes in favour. Although the professorate explained their consensus on issues such as responsibility and transparency, the legal and moral prescription still encounters unease and the obligation to per se oppose research which explicitly entails military usage seems to remain non-negotiable. However, the alternative draft submitted by Prof. Bernd Ladwig was also not able to express the actual purpose of the agreement. Being to weak in its demands and to ponderous in its implementation, his Friedensklausel also failed with 12 refusals, 3 abstentions and 2 votes in favour.
For more information go here.

Budget 2013

The Faculty council has approved the budget for 2013. Due to better performance compared to other Faculties the Faculty of Political and Social Sciences receives somewhat more resources. The distribution of the resources were additionally slightly changed with 10% reduction for third-party funds and a 10% subsidy for publications. Besides, the library has to face an increase in costs for subscriptions and books which in fact equates budget cuts as the Faculty has no possibility to financially encounter the price increase.

Debate on the support of young researchers

There are several programmes that help the Faculty in their support of young researchers. These programmes provide financial resources that give the Faculty the opportunity to promote highly qualified and talented researchers.
However, the way these programmes were transposed up to now has been subject of recurring debate in the past. The last session was therefore meant to give the Faculty Council room to generate a common position.
On the side of the professorate, one in particular welcomes the given opportunity to support the ‘home-grown’ academics. By consensus of the present professorate and the non-professorial academic staff, Prof. Gerhards had additionally emphasised the advantages that he sees in the current ad personam appointment. Following him, the given flexibility that results from the case-by-case approach would be indispensable for the decision-making.
On the other side, the student representatives refer to the unacceptable deficiencies that occur from this selection process. On the one hand, we criticise that the tender issued in the in-house ‘Amtsblatt’ would – due to its limited range – not fulfil the criteria of a competitive selection process. On the other hand, we once more recalled on the systematic structural changes that would be promoted by the ad personam funding, as simply just one part of the working areas could actually afford the reciprocal financing that is implemented in these programmes.
In sum, positions became again evident but a consensus on this issue is still not in prospect.

Thementage zu Gender und Vielfalt der Lehre vom 17.-18.06.2013

Liebe Alle,

Weniger Lehraufträge, Umwidmungsbestrebungen bei der Rechtliche Grundlagen und Gender-Professur, Schmalspurstudium durch die Dominanz des SFB-700. Das Studieren nach der eigenen Fasson, abseits der ausgetretenen Pfade wird am OSI immer schwieriger. Enge ist die neue Vielfalt!

Aber die FSI*OSI will die Vielfalt der Lehre am OSI erhalten und ausbauen!
Die Thementage zu Gender und Vielfalt der Lehre bieten ein abwechslungsreiches Angebot an Veranstaltungen, um auf die vielen vakanten Lehrbereiche aufmerksam zu machen.

Programm:

/ / M O N T A G 1 7 . 0 6 . 1 3 / /

1 4 – 1 6 h : Geschichte der Genderlehre am OSI und in der BRD
Inga Nüthen, Moritz Konradi, Alexandra Scheele // Ihne22 G + Ihne22 UG5
1 6 – 1 8 h : Queer Theory und Affekt
Brigitte Bargetz // Ihne22 UG5
1 6 – 1 8 h : Geschlechtskontruktionen im Rechtsextremismus
Karin Heisecke // Ihne22 G
1 8 – 2 0 h : Chancen und Potenziale von Gender-Forschung in der Politikwissenschaft
Brigitte Kerchner, Brigitte Bargetz, Anja Rozwandowicz // Ihne21 B

/ / D I E N S T A G 1 8 . 0 6 . 1 3 / /

1 0 – 1 2 h : Wer Macht Wissen? Weißsein in universitären Lernräumen
Lotta Schwedler, Sanchita Basu // Ihne22 G
1 2 – 1 4 h : Keine Zeit für Frieden: Perspektiven nach dem Scheitern der Zivilklausel im Fachbereichsrat
Arbeitskreis Zivilklausel // Ihne22 UG5
1 2 – 1 4 h : Kritik der europäischen Flüchtlingspolitik aus der Perspektive normativer politischer Theorie
Jan Brezger // Ihne22 UG2
1 4 – 1 6 h : Zwischen OSI-Tradition und Extremismustheorie – die Rechtsextremismusforschung
Carsten Koschmieder // Ihne22 G
1 6 – 1 8 h : Perspektiven der Regionalstudien Afrika
Salua Nour // Ihne22 UG5
1 8 – 2 0 h : Rassismen in der Wissenproduktion und dekoloniale Ansätze in den Sozialwissenschaften
Koray Yilmaz-Günay, Natasha Kelly, Joshua Kwesi Aikins // Ihne21 A