Archiv für April 2010

Wissenschaft und Kritik – Veranstaltungsreihe der Fachschaften an der FU

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VERSCHOBEN AUF 23.6.2010! Unter dem Motto „Wissenschaft und Kritik“ organisieren die Fachschaftsinitiativen an der FU in diesem Sommersemester eine Reihe von Vorträgen und Diskussionsveranstaltungen, die eine kritische Perspektive auf die jeweilige Disziplin oder Teilbereiche derselben eröffnen sollen. VERSCHOBEN AUF 23.6.2010!

Stützwerk oder Sprengstoff? Die Politikwissenschaft zwischen Legitimation und Kritik des Bestehenden am Beispiel der Internationalen Beziehungen

Eine kritische Perspektive auf die Politikwissenschaft zeigt, dass diese grundsätzlich in bestehende Verhältnisse eingebunden ist und spezifischen Interessen folgt. Wie sich Politikwissenschaft zu gesellschaftlichen Verhältnissen positioniert und welche Folgen dies für Forschung und Ergebnisse hat, gilt es sowohl für Sozialwissenschaftler_innen als auch Politikinteressierte in den Blick zu nehmen: Aus welchem Interesse heraus wird mit welchen Zielen die Analyse von Politik und Gesellschaft berieben, welche Fragen gestellt oder ausgeblendet, welche Befunde geliefert oder verdeckt, welche Funktionen erfüllt und welche politischen Konsequenzen forciert? Werden in einer affirmativen Manier etwa bestehende Macht- und Herrschaftsverhältnisse legitimiert oder gar Herrschaftsstrukturen, Unterdrückung, Ausbeutung oder Diskriminierung (re-)produziert? Welche Perspektiven kritischer Wissenschaft hinterfragen die bestehenden Verhältnisse oder bringen diese gar zum Tanzen? Diese Fragen nach einer Kritik der Politikwissenschaft und kritischen Politikwissenschaft sollen am Beispiel der Internationalen Beziehungen auf dem Feld der Entwicklungspolitik diskutiert werden.

mit Jenny Simon, Doktorandin am OSI
organisiert von der FSI OSI

Das komplette Programmheft mit vielen weiteren spannenden Vorträgen gibt es hier als PDF.

Zwei Termine zum 1. Mai

Der 1. Mai steht vor der Tür! Wir haben passend zum Anlass das Thema unseres monatlichen FSI*OSI-Tresens im Bandito Rosso gewählt und zeigen den Film „Wer nicht kämpft, hat schon verloren – 20 Jahre 1. Mai in Berlin“. Der von einem linken Videokollektiv erstellte Zusammenschnitt aus Amateuraufnahmen, Interviews und Archivbildern der großen Fernsehsendern ist eine Mischung aus (trashiger) Dokumentation und Musikvideo. Dazu gibt’s kühle Getränke zu günstigen Preisen und für alle, die nach dem Film nicht mehr rumsitzen wollen, einen Kickertisch.
Montag, 26.4., im Bandito Rosso – Lottumstraße 10a – U-Bahnhof Rosenthaler Platz (U8) oder Rosa-Luxemburg-Platz (U2) – ab 21 Uhr

Ausserdem soll es in diesem Jahr am 1. Mai eine Nazidemo in Berlin geben. Dagegen hat ein spektrenübergreifendes Bündnis zu Blockaden aufgerufen. Wir informieren über den aktuellen Stand der Vorbereitungen, über das Blockadekonzept und den Aktionskonsens sowie über die Hintergründe der neonazistischen Mobilisierung.
Dienstag, 27.4., im Hörsaal A – Ihnestraße 21 – U-Bahnhof Thielplatz (U3) – ab 18 Uhr

Tanz oder gar nicht – Party der Fachschaftsinitiativen

Es ist wieder so weit: pünktlich zum Semesterauftakt laden die Fachschaftsinitiativen der FU zu fröhlicher Feierei. Dieses Mal am 24.4. im Bethanien/New Yorck, ab 21 Uhr. Es gibt Liveacts, VoKü, Cocktails und natürlich, getreu dem Motto „Tanz oder gar nicht“, jede Menge DJ_anes.

Partyflyer

Das Bethanien ist am Mariannenplatz in Kreuzberg 36, U1/U8 Kottbusser Tor, U1 Görlitzer Bahnhof oder Bus 140 bis Mariannenplatz.

Macker, Rassist_innen und Antisemit_innen dürfen gerne zuhause bleiben!

Lange Tagesordnung, Lange Sitzung – wenig Ergebnisse

Heute tagte mal wieder 3 geschlagene Stunden der FBR. Wir haben in unserer gesamten Karierre als Studentische Vertreter_innen im FBR in keiner Sitzung so häufig mit „nein“ gestimmt, wie dieses mal.
Es war die erste Sitzung nach den Ferien. Daher war die Tagesordnung auch ordentlich gefüllt. So bestand unsere erste Aufgabe darin, ersteinmal Punkte, die weniger brisant waren, oder uns ausgiebig Diskussionswürdig erschienen, auf die nächste Sitzung zu vertagen. Dies gelang und jedoch nur für einen von drei Punkten; Richtlinien für Habilitationskommissionen.
Daher war die Sitzung durch diverse zähe und abgebrochene Diskussionen charakterisiert. So wurde zum Bespiel der heiß erwartete TOP 6 „Richtlinien für Künftige Berufungs- und Bleibeverhandlungen“ letztendlich nach langer Diskussion an die einzelnen Institute weiter gegeben. Dabei geht es darum einen einheitlichen Rahmen und Verfahren für Bleibeverhandlungen mit Professoren, sowie Juniorprofessuren zu entwickeln. Der Entwurf sah diverse Möglichkeiten zur Verbesserung der Ausstattung durch zum Beispiel weitere WiMis oder Student.Hilfskräfte vor, welche an besondere erbrachte Leistungen wie Einwerbung von Drittmitteln, exzellente Forschungsleistungen bla bla, das Übliche, ihr wisst schon, gekoppelt werden sollen. Dies ist nicht zu Ende diskutiert worden. Auch die Frage nach dem Gewicht, bzw. überhaupt der Möglichkeit studentischer Stimmen ist zwar andiskutiert, aber durch Zurückweisung an die Institutsräte unbeantwortet geblieben.
Danach wurden die Zielvereinbarungen einstimmig, bis auf die Stimmen der Studierenden natürlich, durch gewunken. Der FBR hielt die vereinbarten Ziele für schaffbar. Nun müssen Konzepte zur Umsetzung in den Bereichen, Internationalisierbarkeit, Qualität der Lehre und Familienfreundlichkeit erarbeitet werden, damit eine Arbeits- und Zielgrundlage geschaffen werden, kann für welche die Zielvereinbarungen ausgeschüttet werden. Für mich ist die Sache höchst unbefriedigend, zumal wir einen Vorschlag nach dem die Zielvereinbarungen ausgearbeitet werden sollten, von studentischer Seite erarbeitet hatten. Dieser war in den verabschiedeten Zielvereinbarungen nicht berücksichtigt worden.
Die letzte Enttäuschung erfolgte im Nichtöffentlichen Teil, wo noch einmal der Fall Funke besprochen wurde. Das Präsidium sieht sich an scheinend nicht motiviert seine Stelle, die es NICHTS kosten würde zu verlängern, da seine Tätigkeiten kein übermäßiges Forschungsinteresse erkennen lassen und auch weil er keine/ nicht genug Drittmittel eingeworben hätte. Diese Argumentation ist offensichtlich fadenscheinig. Leider bleibt den FBR nur, das Verhalten des Präsidiums zu rügen. Also einen „bösen“ Brief zu schreieben.
Das war vor allem fürs OSI das wichtigste aus der Sitzung, wo auch diverse Anliegen anderer Institute besprochen wurden, die ich jedoch außen vor gelassen habe, da sie für OSI-Studis weniger relevant sind.