Neuwahlen für AS, FBR und Irat 09.+10.05.17

Neuwahlen für den akademischen Senat, Fachbereichsrat und Institutsrat am 09.+10.05.17

Wie einige von euch möglicherweise schon mitbekommen haben, werden am 9. und 10. Mai (also Dienstag und Mittwoch diese Woche) die Wahlen zum Akademischen Senat wiederholt. Am OSI bzw. am Fachbereich PolSoz werden außerdem der Institutsrat sowie der Fachbereichsrat erneut gewählt.

Zu den Neuwahlen kommt es, weil die Verwaltung bei der Wahl im Januar gepfuscht hat und einige Studierende und Angestellte aufgrund veralteter Wähler*innenverzeichnisse, in denen sie nicht gelistet waren, ihr Stimmrecht nicht wahrnehmen konnten.

Zwar ist eine effektive Einflussnahme auf die Gestaltung der Universität in den akademischen Gremien aufgrund der festgeschriebenen Mehrheit der Professor*innen (diese stellen in jedem Gremium jeweils eine Person mehr als die Statusgruppen der Studierenden, Wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen und Sonstigen Mitarbeiter*innen zusammen) eine schwierige Aufgabe, wir versuchen jedoch alles, die eingeschränkte politische Partizipation zu nutzen, um für die Belange der Studierenden einzutreten.

Um dies auch in der Zukunft tun zu können, sind wir natürlich auf eure Stimmen angewiesen, die unsere Arbeit in den Gremien erst legitimiert.

Wir rufen daher alle Studierenden der FU dazu auf, ihr Stimmrecht wahrzunehmen!

Wir kandidieren mit unserer Liste für den Institutsrat sowie den Fachbereichsrat PolSoz und beteiligen uns bei der Liste 1 Fachschaftsinitiativen/Offene Liste bei der Wahl des Akademischen Senats

Weiter Infos wofür wir stehen und was gewählt wird findet ihr in unserem Beitrag zur letzten Wahl.

Weitere Informationen dazu, wo ihr wählen könnt, findet ihr auf dieser Seite des zentralen Wahlvorstands:
http://www.fu-berlin.de/sites/zwv/bekanntmachungen/2017/Bek_-04-17.pdf

Wir freuen uns natürlich nicht nur über jede Stimme, die für uns eingeht, sondern sind auch dankbar, wenn unsere Kandidat*innen entsprechend der Listenfolge gewählt werden, da wir somit gewährleisten können, dass nicht die Arbeit an ein paar wenigen hängen bleibt und wir ein ausgeglichenes Verhältnis von männlichen und weiblichen Kandidat*innen haben.

Eure FSI*OSI

Rund um den 1. Mai 2017

Rund um den 1. Mai 2017

Wir haben mal eine kleine, unvollständige Zusammenstellung von Aktionen und Events die rund um den 1. Mai passiert sind erstellt. Wir beschäftigen uns eben nicht nur mit Hochschulpolitik.

Am Wochenende (28.-30.04.) gab es eine große und gut besuchte Konferenz mit dem Titel Selber machen – Konferenz zu Basisorganisierung, Gegenmacht & Autonomie
Berichte und Audiomitschnitte kommen noch, hier findet ihr deren Facebookseite, wo es die Infos geben wird.

Am Sonntag (30.04.) gab es die jährliche „ORGANIZE – Selbstorganisiert gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung“-Demo, bei der rund 4.500 Menschen durch den Wedding zogen. Organisiert wurde diese Demo vor allem von Basisinitiativen aus dem Wedding und ganz Berlin.
Hier gibts einen Bericht und Fotos.

Am 1. Mai gab es in Berlin ein Fest der AfD im Bürgerpark Pankow bei dem 600 Demonstrant*innen rund 60 AfD-Anhänger*innen und -Mitgliedern gegenüberstanden.
Bericht und Fotos hier.

Das Highlight am 1. Mai war die erfolgreiche, friedliche Blockade des Naziaufmarsches in Halle. Fast 4000 Menschen sind auf die Straße gegangen und haben Blockaden gebildet um zu verhindern, dass knapp 400 Neonazis durch Halle marschieren. Diese konnten keinen Meter weit laufen und mussten wieder abziehen. Sie haben es sich leider nicht nehmen lassen ihren Frust danach an völlig Unbeteiligten auszulassen.
Fotos hier
Presseschau und -Mitteilungen hier

Eure FSI*OSI

Tresen: 24.04.17, Doku: Kontinuitäten der Ausgrenzung

- allmonatlicher Tresen der FSI*OSI am 24.04.2017 -

Im Nationalsozialismus wurden sogenannte „Asoziale“ stigmatisiert, verfolgt, gequält und ermordet. 1945 bildet hierbei jedoch keinen Bruch sondern gesellschaftliche Verhältnisse, die durch die nationalsozialistische Ideologie geprägt wurden bestehen teilweise fort. Die im Jugendkonzentrationslager Uckermark Inhaftierten zählten lange Zeit zu den “vergessenen Verfolgten” des Nationalsozialismus und haben keine öffentliche Anerkennung erfahren.
Der Dokumentarfilm „…dass das heute noch immer so ist – Kontinuitäten der Ausgrenzung“ zeigt dies exemplarisch an der Geschichte von Maria Potrzeba auf. Vor dem Film wird eine Person von der Initiative für einen Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark e.V. einen kurzen Vortrag zur aktuellen Situation des Gedenkorts halten. Anschließend an den Film wird ein Mensch aus dem Filmteam, für Fragen und Diskussion zur Verfügung stehen.

(Hintergrund)Infos zu dem Film findet ihr hier: http://film-kontinuitaeten-heutenoch.de/
Infos zu der Gedenkort Initiative gibt es hier: http://www.gedenkort-kz-uckermark.de/

Der Tresen wird ab 19 Uhr geöffnet sein, ab 19:30 Uhr beginnt die Veranstaltung.

Ort: Bandito Rosso, Lottumstraße 10A, 10119 Berlin
Eintritt wie immer frei

Tresen: 27.03.17 Wie frei ist die Türkei? Journalismus als Verbrechen

Wie frei ist die Türkei? Journalismus als Verbrechen
– allmonatlicher Tresen der FSI*OSI am 27.03.2017 -

Eine ehemalige OSI-Studentin und jetzige Redakteurin Yagmur von Özgürüz (ozguruz.org) wird über die Repression in der Türkei, das Verfassungsreferendum am 16. April und die Rolle von regierungskritischem Journalismus (im Exil) berichten.

Einige zentrale, brandaktuelle Fragen werden erörtert:
Wie ist es um die (Presse)freiheit in der Türkei bestellt? Welche Rolle kann Özgürüz von Berlin aus einnehmen? Was bedeutet der Fall Deniz Yücel? Wie ist der türkische AKP-„Wahlkampf“ in Europa zu bewerten? Wer leidet unter den offiziellen deutsch-türkischen Beziehungen? Was können wir bis zum Referendum erwarten?

Wann? Mo. 27.03 Einlass: 19:30 Beginn: 20:00
Wo? Bandito Rosso – Lottumstraße 10A, 10119 Berlin
Wie viel? wie immer nüscht – Eintritt frei

Remember Mahmud Azhar

Remember Mahmud Azhar

Heute am 6.März jährt sich der Todestag des in Pakistan geborenen FU-Studenten Mahmud Azhar zum 27. Mal. Als unmittelbare Folge eines rassistischen Angriffs am 7.Januar 1990 im Institut für Biochemie verstarb er im Alter von 40 Jahren.

„An Mahmud Azhar erinnert sich an der Freien Universität heute fast niemand mehr. […] Es besteht eine unabdingbare Notwendigkeit das zu ändern und den unerträglichen Zuständen, die dieses Vergessen möglich gemacht haben, offensiv zu begegnen.“

Im Januar hat zur Jährung des Angriffs der AStA FU eine Mahnwache mitorganisiert, aber wir möchten hiermit nochmals Mahmud Azhars gedenken.

Der Artikel über den Angriff, den Prozess gegen den Mörder und das weitere Gedenken ist sehr lesenswert.
https://www.astafu.de/content/remember-mahmud-azhar

Nach wie vor fehlt ein öffentlicher Gedenkort für Mahmud Azhar an der FU.

Kein Vergeben, Kein Vergessen!
Für ein Ende der rassistischen Gewalt!

Bericht vom Aktionstag „Otto von unten“

Vor ca. 2 Wochen gab es im besetzten Institut für Sozialwissenschaften (ISW) der HU ein Vernetzungstreffen von Studierenden der FU. Als Anknüpfung und Solidarität an die Besetzung im ISW und aus der allgemeinen Unzufriedenheit mit der Situation an der FU entstand die Idee einen Aktionstag an der FU zu veranstalten. Ein lose Gruppe von Studierenden der FU („FU von unten“) organisierten daraufhin den Aktionstag „Otto von unten“, der einen Raum bieten sollte für die Ansichten, Wünsche und Probleme von Studieren um so einen Austausch zu ermöglichen.
Am Dienstag den 07.02.17 kamen ab 10 Uhr über den Tag verteilt ca. 250 Studierende in die Ihnestr. 21, um zu diskutieren und sich auszutauschen.
Es fanden unter anderem Vorträge und Diskussionen zu folgenden Themen statt: Prekarisierung des akademischen Mittelbaus, autokratische Hochschulstruktur und mangelhafte studentische Mitbestimmung, Besetzung des ISW an der HU, institutioneller Rassismus in der Wissenschaft, Tarifkämpfe von (studentischen) Beschäftigten, Begriff und Sinn von „kritischer“ Wissenschaft.

In der Abschlussdiskussion waren sich alle einig, dass es nötig ist, sich weiter mit den Problemen an der FU zu befassen und konkrete Aktion folgen zu lassen. Dafür werden sich in den Semesterferien Interessierte treffen und neue Aktionen und offene Treffen zur Vernetzung für das kommende Semester planen.
Bis zu den Semesterferien wurde ganz konkret beschlossen, zum gemeinsamen Warnstreik der Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes der Länder zu mobiliseren. Dieser findet am kommenden Dienstag, den 14. Februar, statt und wird auch von der studentischen Tarifinitiative TVStud unterstützt.
Am kommenden Mittwoch, den 15.2., wird um 9.30 Uhr zur Sitzung des Institutsrats des OSI aufgerufen, um dort die Studierendeninteressen in Bezug auf die Lehrplanung am Institut zu vertreten. Die Lehrplanung wurde beim letzten Institutsrat wegen mangelnder Finanzierung abgelehnt.

Es ist sehr zu begrüßen, dass sich so kurzfristig Menschen zusammengefunden haben um so einen Tag zu organisieren. Angesichts der spontanen Organisation & Mobilisierung ist es außerdem ein Erfolg, dass so viele Menschen kamen um sich mit FU-weiten Problemen auseinanderzusetzen. Es hat sich gezeigt, dass es ein großes Interesse gibt an Austausch und Vernetzung mit anderen Studierenden, bezüglich der verschiedensten Problem an der FU. Offensichtlich herrscht hier eine große Leerstelle, die von Studierenden selbst gefüllt werden sollte. Selbstorganisierung ist der erste Schritt um etwas an den Verhältnissen zu ändern.

Wir als FSI*OSI werden diesen Prozess weiter begleiten und euch auf dem Laufenden halten über aktuelle Entwicklungen, für konkrete Infos schaut auf die facebook-Seite von (FU von unten).

Hier nochmal alle Links:

Warnstreik der Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes der Länder

studentischen Tarifinitiative TVStud

„FU von unten“

„Otto von unten“

eure FSI*OSI

Stellungnahme zur Debatte über Antisemitismusvorwürfe gegen die Lehrbeauftragte Eleonora Roldán Mendívil

Stellungnahme zur Debatte über Antisemitismusvorwürfe gegen die Lehrbeauftragte Eleonora Roldán Mendívil:

Wir verurteilen den Versuch, die vorgebrachte Kritik der Gruppe „Gegen jeden Antisemitismus FU Berlin“ [1] an den inhaltlichen Aussagen der Lehrbeauftragten Eleonora Roldán Mendívil als Teil einer „pro-zionistische[n] Hetze“ [2], wahlweise „rechter, pro-kolonialer und großkapitalistischer Allianzen“ [3] umzudeuten. Eine solche Umdeutung, die vor allem dazu dient, der Gruppe den Status einer legitimen Gesprächspartnerin zu entziehen, trägt nicht zu der geforderten „offenen Diskussion“ [4] über Inhalte bei.

Wir sprechen für uns selbst. Weder wir noch andere Gruppen sollten den Anspruch erheben, für die gesamte Studierendenschaft zu sprechen. Wir wehren uns dagegen, von anderen Gruppen vereinnahmt oder ohne Absprache verlinkt zu werden.

Die Behauptung Roldán Mendívil sei „suspendiert“ [5] worden, ist sachlich falsch. Sie wird in diesem Semester weiter im Rahmen ihres Seminars „Rassismus im Kapitalismus“ lehren. Auch die teilweise geäußerte Annahme, sie habe bereits die Zusage für eine Lehrtätigkeit im kommenden Semester gehabt, ist nicht zutreffend. Die Lehrplanung für das kommende Semester wurde bisher noch nicht vom Institutsrat beschlossen.

Generell gibt es kein Recht auf einen Lehrauftrag. Lehraufträge, wie im vorliegenden Fall, sind einmalige Verträge, beschränkt auf ein Semester und ein Seminar (also ohne festes Anstellungsverhältnis, weswegen wir diese in ihrer derzeitigen Form grundsätzlich als Teil prekärer Beschäftigung kritisieren). Das OSI entscheidet im Institutsrat allgemein über das Lehrangebot für das jeweils folgende Semester und damit auch über alle Lehraufträge. Roldán Mendívil wird vom Lehrplanungsprozess, in den Lehraufträge eingereicht werden können, ausgenommen, bis das Institut die Prüfung der vorgebrachten Vorwürfe abgeschlossen hat [6].

Wir sprechen uns gegen jede Instrumentalisierung des Falls zur Verschärfung der allgemeinen Kriterien für die Vergabe von Lehraufträgen aus. Es sollten nicht unnötigerweise zusätzliche Hürden geschaffen werden, die eine Lehrtätigkeit am OSI erschweren.

Wir begrüßen eine inhaltliche Auseinandersetzung mit den kritisierten Äußerungen Roldán Mendívils und die wissenschaftliche Prüfung des Falls durch ein externes Gutachten. Wie im Institutsrat vom 18.01. bekanntgegeben, wird dieses von Wolfgang Benz, dem ehemaligen Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung an der TU Berlin, angefertigt werden. Wir begrüßen den Vorschlag aus dem akademischen Mittelbau des OSI, eine zweite Person zur Prüfung hinzuzuziehen.

Die FSI*OSI spricht sich gegen jeden Versuch aus, das Existenzrecht Israels in Frage zu stellen. Aufrufe zur Intifada halten wir für nicht tolerierbar [7].

Auch Versuche, Antisemitismus mit Rassismus gleichzusetzen und als bloße Spielart von Letzterem zu begreifen, zeugen von einem unterkomplexen Theorieverständnis, das dem wissenschaftlichen Forschungsstand nicht gerecht wird.

FSI*OSI

[1]
https://www.facebook.com/notes/gegen-jeden-antisemitismus-fu-berlin/schreiben-an-das-pr%C3%A4sidium-der-fu/610365752482738,
und https://www.facebook.com/gegenjedenasfuberlin/posts/613033108882669

[2]
https://www.klassegegenklasse.org/pro-zionistische-hetze-gegen-marxistische-dozentin/

[3]
http://lowerclassmag.com/2017/01/rechter-angriff-auf-kritische-wissenschaftlerin-an-der-fu-berlin/

[4]
https://www.change.org/p/hochschulinitiative-f%C3%BCr-kritische-lehre-f%C3%BCr-eine-offene-diskussion-keine-vorverurteilung-der-lehrbeauftragten-e-rold%C3%A1n-mend%C3%ADvil

[5]
http://lowerclassmag.com/2017/01/rechter-angriff-auf-kritische-wissenschaftlerin-an-der-fu-berlin/
und http://taz.de/Kommentar-Antisemitismus-Vorwuerfe/!5371977/

[6]
http://www.polsoz.fu-berlin.de/polwiss/_elemente_startseite/4spalten_links/Material/Stellungnahme-zum-Vorwurf-Antisemitismus_09_01_17.pdf

[7]
https://www.facebook.com/friedensdemowatch/videos/1229481440439443/ (am Anfang des Videos)

Gestaltet eure Lehre mit! 25.01.17

Tresen: 23.01.17, Vortrag über Black Lives Matter

Facebook-Event

Einige Anmerkungen zum taz-Artikel bezüglich decolonize FU

Die taz hatte am 10. 12. 2016 einen Artikel über die Petition „Decolonise the FU“ geschrieben. Den Artikel findet ihr hier. Anschließend an unseren Bericht zu der Institutsratsitzung, in der die Petition besprochen wurde, haben wir ein paar Anmerkungen zu dem Artikel.

Obwohl der Artikel wichtig und begrüßenswert ist, möchten wir doch ein paar Dinge kritisch anmerken und richtigstellen. Der Teaser ist irreleitend. Es geht nicht um Wissenschaftler*innen aus afrikanischen Ländern, sondern vielmehr um ein strukturelles Versäumnis postkoloniale Wirkmächtigen ernst zu nehmen. „Es komme auf die wissenschaftliche Perspektive und nicht auf die Hautfarbe an“, sagt nicht die FU, sondern Bernd Ladwig, der bezüglich des Artikels interviewt wurde.
Der Aspekt mit dem fehlenden Geld auf den Bettina Engels verweist, haben wir in unserem Bericht zur IR-Sitzung bereits entkräftet.
Ein weiterer Aspekt auf den wir hinweisen möchten ist, dass die ABK nur eine Art Kontroll- bzw. Beratungsgremium darstellt und weder der Vorsitz noch andere Mitglieder der ABK Lehrveranstaltungsvorschläge „prüfen“. Eine derartige „Prüf-Institution“ gibt es nicht.

eure

FSI*OSI



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